Das sollten Verbraucher beachten

Seniorenheime, Kitas und Restaurants: Wilke-Wurst auch in Hamm im Umlauf 

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Symbolfoto

Hamm – Auch in Hamm sind Produkte des hessischen Wurstherstellers Wilke im Umlauf. Betroffen sind aus Sicht der Stadt in erster Linie Seniorenheime, Kindertagesstätten und Restaurants, die ihre Waren über den Großhandel beziehen. Möglicherweise sind auch Vereine, die bei ihren Veranstaltungen Würstchen und dergleichen verkaufen, darunter.

Hinweise darauf, dass Wilke-Produkte auch im Einzelhandel in den Regalen stehen könnten, gebe es bislang nicht, sagte Stadtsprecher Tom Herberg auf WA-Anfrage. Nach zwei Todesfällen in Südhessen durch Listerien-Bakterien war der in Waldeck ansässige Wilke-Betrieb Anfang Oktober geschlossen worden. Zwei ältere Menschen sollen mit Listerien befallene Pizzasalami und Brühwurst der Firma gegessen haben. 

Lebensmittelkontrolleure des Hammer Ordnungsamtes halten derzeit telefonischen Kontakt zu den Hammer Großhändlern und versuchen, das Netz der Abnehmer zu ergründen. „Wir sind dabei, unter anderem mit den Kindertagesstätten und Seniorenheimen in Kontakt zu treten“, so Herberg. Erst am Dienstag seien in einer Kita drei Pakete mit Wilke-Würstchen aufgetaucht. 

Wilke-Produkte könnten auch in Privathaushalten aufgetaucht sein

Wer verdächtige Fleisch- und Wurstwaren, die an der Betriebsnummer DE EV 203 EG zu erkennen sind, solle diese dort, wo er sie gekauft habe, zurückgeben. In der Hammer Verwaltung wird keine Liste geführt, wie häufig Wilke-Produkte bereits gefunden oder zurückgegeben wurden. 

Die Erzeugnisse seien aber „nicht groß verbreitet“, sagte Herberg. Allerdings gebe es schon einige Treffer. Wilke-Produkte könnten auch in Hammer Privathaushalten aufgetaucht sein. Dann nämlich, wenn Privatleute Zugangsberechtigungen zum Großhandel haben und dort eingekauft haben. 

Lebensmittelkontrolleure wissen, welche Großhändler beliefert wurden

Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (Lanuv) hat die Kommunen zur Begleitung bei der Rückrufaktion von Wilke-Produkten aufgefordert. Welche Großhändler von Wilke beliefert wurden, sei mittlerweile auch den Hammer Lebensmittelkontrolleuren bekannt. 

Die Rückrufaktion laufe in erster Linie über die Großhändler. Diese nehmen Kontakt zu ihren Kunden auf und ordern die Waren zurück. Zusätzlich schalten sich nun auch die städtischen Mitarbeiter in diese Reihe ein. Den meisten Händlern und Abnehmern sei die Wilke-Problematik bekannt. „Aber es schadet auch nicht, wenn auch wir zum zweiten Mal in einer Einrichtung anrufen und auf das Problem hinweisen“, so Herberg.

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