Seniorenheim An St. Agnes im Strudel der Insolvenz

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Das Seniorenzentrum „An St. Agnes“. ▪

HAMM-MITTE ▪ Die Betreiberin des im Januar 2007 eröffneten Seniorenzentrums „An St. Agnes“, die Hansa-Unternehmensgruppe in Oldenburg, hat Insolvenz angemeldet. Konkrete Auswirkungen hat dies zunächst nicht. „Der Betrieb läuft in vollem Umfang weiter, die Bewohner brauchen daher keine Angst zu haben“, sagt Einrichtungsleiterin Ulrike Pesch.

Die 46-Jährige hat die 50-köpfige Belegschaft bereits am Montag über die finanzielle Schieflage ihres Arbeitgebers informiert. Bis Ende Mai könnten die Zahlungsansprüche der Mitarbeiter in vollem Umfang gesichert werden, teilten die vorläufigen Insolvenzverwalter, die Bremer Rechtsanwälte Edgar Grönda und Detlef Stürmann von Schultze & Braun, nach einem ersten Gespräch mit der Arbeitsverwaltung mit.

Die „Hansa Gemeinnützige Altenheim-Verwaltungs- und Service GmbH“ betreibt 19 Altenheime in NRW, Niedersachsen und Bremen sowie zwei Fachschulen für Altenpflege und beschäftigt 1 600 Mitarbeiter. Die Versorgung aller Häuser mit zusammen 2 500 Pflegeplätzen und Plätzen für betreutes Wohnen werde zumindest für die Dauer des Insolvenzverfahrens „unverändert aufrecht erhalten“, hieß es.

Für den Standort Hamm betonte Leiterin Pesch, dass das Haus seit zwei Jahren zu 100 Prozent belegt sei und schwarze Zahlen schreibe. Dies stimme sie auch optimistisch, dass das Altenheim – unter welcher Konstellation auch immer – dauerhaft erhalten bleiben könne. Auch das Vertrauen der Mitarbeiter in das Haus, das über 89 Appartements im betreuten Wohnen und über 54 Einzelzimmer im Pflegebereich verfügt, sei groß. „Wir wissen, dass wir gute Arbeit leisten.“ ▪ jm

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