Seilbahnabsturz

Seilbahnunglück in Italien: Kam gerissenes Seil von der WDI aus Hamm? Chefin klärt auf

Nach dem tragischen Seilbahn-Unglück in Italien führt eine Spur nach Hamm: Das Seil kommt laut Medienberichten von der WDI. Die Chefin bezieht Stellung.

Hamm/Stresa - Die Westfälische Drahtindustrie (WDI) in Hamm ist in den vergangenen Tagen wegen des Seilbahnunglücks am Lago Maggiore durch die italienischen Medien gegangen. Der Grund: Das Vorgängerunternehmen der WDI, das ebenfalls WDI hieß, war vor 51 Jahren Erstausrüster des Unternehmens, das die Seilbahn am Monte Motterone gebaut hat und lieferte die ersten Zugseile für die Bahn.

Das Seil, das bei dem Seilbahnunglück am Pfingstsonntag aus bisher unbekanntem Grund gerissen ist, stammt aber nicht aus Hamm. „Wir stellen seit mehr als 30 Jahren keine Zugseile für Seilbahnen mehr her. Weder hier in Hamm noch an unseren anderen Standorten“, sagt WDI-Geschäftsführerin Katja Pampus auf Nachfrage des WA.

Katja Pampus, Geschäftsführerin der WDI.

Es sei unmöglich, dass die Seile in den vergangenen 50 Jahren kein einziges Mal ausgetauscht wurden. „Vor 20 Jahren wurde die Bahn komplett umgebaut, dabei wurden mit absoluter Sicherheit auch die Seile getauscht. Und ich glaube nicht, dass es das einzige Mal war“, so die Geschäftsführerin.

Im Wikipedia-Eintrag der Bahn ist allerdings nur das Hammer Unternehmen als Hersteller gelistet. „Daraus haben die Medien es wahrscheinlich übernommen“, vermutet Pampus.

Rubriklistenbild: © Vigili del Fuoco/dpa

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