Unsere Serie: Was braucht Bockum-Hövel?

Sehnsucht nach dem Freibad: Was in Bockum-Hövel fehlt

Sehnsucht nach dem Schwimmbad: Die Bockum-Höveler wünschen sich ihr Bad zurück.
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Sehnsucht nach dem Schwimmbad: Die Bockum-Höveler wünschen sich ihr Bad zurück.

Zu einem guten Leben gehören auch gute Freizeitangebote. In Bockum-Hövel gibt es schöne Parks, viele Spielplätze. Ein wichtiges Angebot fehlt den Menschen im Bezirk aber. Wie verbringen Sie Ihre Freizeit in Bockum-Hövel? Und was fehlt Ihnen? Diskutieren Sie mit! (Formular im Artikel)

Bockum-Hövel – Was denken die Bockum-Höveler über das Freizeitangebot in ihrem Stadtbezirk? Bei einer kurzen Umfrage wird deutlich: Viele Erwachsene vermissen ein Freibad. Sie erinnern sich an ihre Jugend und beklagen, dass es heute keine ausreichenden Angebote für Jugendliche und junge Erwachsene gibt.

StadtbezirkBockum-Hövel
Einwohner35.363 (Stand: 31.12.2020)
Flächen für Sport, Freizeit und Erholung in Bockum-Hövel0,45 Quadratkilometer
Fläche für Straßen in Bockum-Hövel1,85 Quadratkilometer

Freizeit in Bockum-Hövel: Nördlich der Lippe kein Freibad mehr

Geschlossen wurde das Bockumer Freibad bereits im Jahr 1977. Die Schließung des Höveler Freibads folgte dann im Rahmen des sogenannten Bäderkompromisses aus Hamm im Jahr 1996 aus Kostengründen. Auch andere Bäder fielen dem Kostendruck zum Opfer, darunter das Freibad Heessen und das Wellenbad in Werries. Nördlich der Lippe gibt es seitdem kein Freibad mehr. Die Idee war, mit dem neuen Maximare im Zentrum der Stadt ein gut erreichbares Bad anzubieten.

Bockum-Hövelerin: „Angebot für die Jugend ist minimal“

Doch ersetzt das Maximare die Freibäder? Das ist kaum anzunehmen, schließlich ist das Maximare kein Freibad, der Eintritt zudem deutlich teurer als er in vielen Freibädern ist.

Protest: Viele Bockum-Höveler wünschten sich, dass wenigstesns eins ihrer Freibäder bestehen bleibt.

Und so beklagen viele Bockum-Höveler nun, das Angebote fehlen. Sonja Wackermann beispielsweise sagt: „Das Angebot für die Jugend ist minimal. Für die älteren Jugendlichen ist gar nichts da, keine Disco, nix. Wir hatten früher eine Disco und zwei Kinos und wir hatten ja zwei Freibäder.“ Froh ist die Bockum-Hövelerin, dass nun ein Außenbecken am Hallenbad gebaut werden soll. „Das ist wenigstens ein bisschen was.“

Auch Brigitte Stiehler beklagt, dass Angebote fehlen. Sie hat eine Tochter und einen Enkel in Bockum-Hövel. „Für Kinder muss insgesamt mehr gemacht werden“, sagt sie. Sie selbst besucht außerhalb von Coronazeiten gerne das Fest auf dem Markt mit Flohmarkt und das Weinfest. „Es müsste so ein Fest für Kinder geben. Mit Hüpfburg, Glücksrad und solchen Sachen. Die Kinder freuen sich über so etwas“, glaubt sie.

Vieles wird nicht genutzt - der Skaterpark zum Beispiel

Weitere Bockum-Höveler machen bei der Umfrage mit, wollen aber nicht namentlich zitiert werden. Viele von ihnen beklagen, dass es heute kein Freibad mehr gibt. Generell fehlten Angebote für Kinder und Jugendliche. Was vorhanden sei, wie zum Beispiel der Skaterpark, werde oft nicht so intensiv genutzt wie gedacht. Zudem sei das Jugendzentrum an der Hammer Straße schlecht zu erreichen. Bespaßung für Senioren hingegen gebe es genügend, in jeder Gemeinde werde Kaffeetrinken angeboten, sagt ein ältere Dame. Lob gibt es für den Lippepark und den Hallohpark.

Das Team des Jugend- und Stadtteilzentrums (Just) hatte 2019 etwa 50 Jugendliche ausführlich befragt, was ihnen fehlt. Am häufigsten äußerten sie den Wunsch nach Veranstaltungen, Events und Möglichkeiten, sich zu treffen – etwa bei einer regelmäßigen Disco im Just, abwechslungsreichen Musikevents mit Mitbestimmungsrecht, wer auftritt. Sie wünschten sich auch Proberäume für Musiker, Clubs/Bars für ab 16-Jährige, Gaming Rooms, überdachte Sitzgelegenheiten und Bänke unter anderem auf dem Marktplatz, mehr kostenfreie Angebote und ein Tonstudio im Just.

Jugendliche: In Bockum-Hövel fehlen Möglichkeiten für Sport

An zweiter Stelle wünschen sich die Jugendlichen mehr und bessere Möglichkeiten für Sport. Genannt wurden unter anderem ein Gerätehaus am Marktplatz mit Luftpumpen, Werkzeug für Radfahrer und Skateboards, mehr Skateboard-Rampen sowie eine Spielwand mit anderen Spielen im Funpark, aber auch eine Trampolinhalle sowie mehr Tischtennisplatten und Basketballkörbe im Stadtbezirk.

Ersten Vorhaben zur Umsetzung der Wünsche, machte der Ausbruch der Corona-Pandemie dann einen Strich durch die Rechnung. So sollte zum Beispiel schon im vergangenen Jahr der Skaterplatz auf dem Alten Markt mit Jugendlichen farblich gestaltet werden.

Immerhin: Zu den Wünschen zählte auch die Erweiterung des Sport-Aquariums um einen Außenbereich mit Becken, Rutschen und Sprungturm. Das zumindest soll im kommenden Jahr gebaut werden.

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Mehr zum Thema lesen Sie in der Print-Ausgabe des Westfälischen Anzeigers vom 22. Mai. Der nächste Schwerpunkt unserer Serie „Was braucht Bockum-Hövel?“ erscheint am 05. Juni im Print und Online. Dann geht es um das Thema „Umwelt“.

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