Vorerst keine Spendenannahme

Second-Hand bleibt im Trend: Im Fairkaufhaus sind viele Termine gebucht

Eine Bärenarmspannweite Abstand: Elisabeth Wulf (links) und Elisabeth Kühnhenrich freuen sich mit den Ehrenamtlichen Brigitte Knauber (hinten links) und Margit Voss, dass das Fairkaufhaus wieder offen hat.
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Eine Bärenarmspannweite Abstand: Elisabeth Wulf (links) und Elisabeth Kühnhenrich freuen sich mit den Ehrenamtlichen Brigitte Knauber (hinten links) und Margit Voss, dass das Fairkaufhaus wieder offen hat.

Drei Monate war das Fairkaufhaus an der Oswaldstraße Corona-bedingt geschlossen. Der Re-Start vor genau einer Woche lief gut. Spenden können die Mitarbeiter aber bisher noch nicht wieder annehmen.

Bockum-Hövel – Gleich für den ersten Öffnungstag am Freitag, 12. März, waren viele Termine vergeben und auch einige weitere Interessierte standen laut Elisabeth Kühnhenrich geduldig vor der Tür. „Die Kunden, die vorher keinen Termin vereinbart hatten, warteten, ob sie übrig bleibende Einkaufszeit von vorherigen Kunden nutzen konnten“, berichtet die Leiterin des Fairkaufhauses. Das sei sehr unkompliziert abgelaufen. „Wir waren ganz erstaunt, wie gut der Start lief, und sind sehr zufrieden.“

Das Fairkaufhaus ist ein Kooperationsprojekt des Caritasverbandes Hamm und bietet seit 2016 unter anderem Second-Hand-Kleidung für Groß und Klein sowie Haushaltswaren, Gardinen, Kinderspielsachen und Elektronikgeräte an. Richtige Renner sind zum Beispiel Handtücher, Bettwäsche und Kaffeemaschinen.

Einkaufen mit Abstand im Fairkaufhaus

Aktuell dürfen vier Kunden und vier Mitarbeiter gleichzeitig auf der 300 Quadratmeter großen Verkaufsfläche sein. Das Tragen einer medizinischen Maske und das Einhalten des Abstands sind während des Einkaufs im Fairkaufhaus verpflichtend. Wer vorbei schauen möchte, muss vorab einen Termin vereinbaren und dann seine Kontaktdaten am Eingang angeben.

„Durch die Personenbegrenzung und die verkürzten Öffnungszeiten verkaufen wir natürlich nicht so viel wie früher, weshalb sich das Lager nur langsam leert“, erklärt Elisabeth Wulf, Ehrenamtskoordinatorin der Caritas. Vor Corona waren täglich rund 60 Kunden im Geschäft, jetzt sind es maximal 40.

Fairkaufhaus nimmt vorerst keine Spenden entgegen

Ware wurde während der dreimonatigen Zwangspause Corona-bedigt nicht verkauft. Im ersten Lockdown nutzten viele die Zeit, um Keller und Dachböden auszusortieren. Einiges davon landete beim Fairkaufhaus. Die Folge: Das Lager ist voll. „Wir haben noch so viele Sachen im Lager, die müssen wir erst einmal verkaufen“, sagt Kühnhenrich. Aufgrund der reduzierten Öffnungs- und Arbeitszeiten kämen Mitarbeiter und Ehrenamtliche zurzeit nicht dazu, neue Spenden zu sortieren.

Auffällig sei, dass viele Jugendliche im Fairkaufhaus einkaufen. Nicht etwa die günstigen Preise seien dafür der Grund. Wulf: „Viele finden die Idee, mit Second-Hand-Ware Ressourcen zu schonen, unterstützenswert“, so Wulf.

Wegen Corona: Vermieter halbiert Miete für Fairkaufhaus

Das Fairkaufhaus verkaufe seine Ware prinzipiell an jeden. Bedürftige – sie machen 60 Prozent der Kunden aus – mit einer Einkaufskarte könnten zwar günstiger einkaufen, dennoch sei das Fairkaufhaus auf Wirtschaftlichkeit angewiesen. „Wir müssen nicht unbedingt Gewinne machen, wollen aber wenigstens kostendeckend arbeiten“, konkretisiert Wulf. Das sei zuletzt kaum möglich gewesen. Dass der Vermieter zwei Monatsmieten halbiert habe, sei da eine hilfreiche Unterstützung gewesen „Dafür sind wir sehr dankbar“, sagt Wulf.

Aufgrund der Pandemie fallen aktuell einige Ehrenamtliche im Fairkaufhaus aus. „Viele gehören zur Risikogruppe, weshalb wir dafür vollstes Verständnis haben“, sagt Wulf. Um die Öffnungszeiten demnächst wieder ausweiten zu können, sei es ideal, wenn sich neue Unterstützer melden würden. „Wir suchen immer Ehrenamtliche, die Zeiten können individuell gestaltet werden“, sagt Wulf.

Geöffnet ist das Fairkaufhaus an der Oswaldstraße mittwochs und freitags von 9:30 bis 14:30 Uhr.

Folgende Sachen werden im Fairkaufhaus nicht angenommen:

  • große Möbel
  • Weißgeräte (Kühlschränke, Waschmaschinen, Herde)
  • medizinische Geräte und Hilfsmittel
  • Feder-, Oberbetten und Einziehdecken, Matratzen und Bettauflagen
  • Hygieneartikel
  • Tierbedarf
  • Bücher für Erwachsene
  • Bekleidung, die mit einem Namen versehen ist

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