Wegen Zwangsräumung

Schwere Brandstiftung: 49-Jähriger zündet seine Wohnung an und muss ins Gefängnis

Die Feuerwehr löschte am Samstagmorgen einen Brand im Obergeschoss eines Mehrfamilienhauses am Bockumer Weg in Hamm.
+
Die Feuerwehr löschte am 6. März einen Brand im Obergeschoss eines Mehrfamilienhauses am Bockumer Weg in Hamm.

Wegen schwerer Brandstiftung ist ein 49-Jähriger aus Hamm am Amtsgericht zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren und sechs Monaten verurteilt worden.

Hamm – Der Mann wurde schuldig befunden, am 6. März seine Wohnung in einem Mehrfamilienhaus am Bockumer Weg in Brand gesetzt zu haben.

Mann gesteht: Wohnung wegen Zwangsräumung angezündet

Der 49-jährige Deutsche zeigte sich in der Verhandlung geständig. Er war nach Gerichtsangaben bereits vielfach strafrechtlich in Erscheinung getreten. Die Wohnung in Hamm-Norden war ihm wegen Mietrückständen gekündigt worden und sollte zwangsgeräumt werden. Der Mann entschloss sich deshalb, so der Vorwurf der Staatsanwaltschaft, sie zu zerstören.

Gegen 6.20 Uhr hat er demnach an jenem Morgen an zwei Stellen im Küchen- und Wohnraum Müll und persönliche Unterlagen gestapelt, das Leder eines Sofas aufgeschnitten, alles mit Parfüm und Pflanzenöl übergossen und dann angezündet. Als die Couch und die Müllhaufen lichterloh brannten, verließ er die Wohnung.

Mann direkt nach Brand festgenommen

Die Feuerwehr konnte zwar das Übergreifen der Flammen auf andere Wohnungen verhindern, die Wohnung des 49-Jährigen brannte jedoch fast vollständig aus. Die Hausbewohner hatten sich bereits selbstständig ins Freie gerettet, ein 21-Jähriger verletzte sich jedoch leicht und musste im Krankenhaus ambulant behandelt werden. Der 49-Jährige war direkt nach dem Brand festgenommen worden und befindet sich seitdem in Haft. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. 

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare