Millionenschwerer Steuerschaden

Schwarze Schafe am Bau: Zoll in Hamm verstärkt fündig

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Symbolbild

Hamm - Hammer Betriebe sind im vergangenen Jahr wegen hinterzogener Steuern und Sozialabgaben offenbar mit drastischen Zahlungen belegt worden.

Das geht aus einer Mitteilung der Gewerkschaft IG Bau hervor, die von einem Steuerschaden im Zuständigkeitsgebiet des Hauptzollamtes Bielefeld von insgesamt 7,8 Millionen Euro spricht. Die Informationen, so erklärte ein IG-Bau-Sprecher gegenüber dem WA, stammten direkt aus dem Bundesfinanzministerium in Berlin. Eigentlich wird die Jahresbilanz des Zolls erst am 17. April veröffentlicht.

Beamte der Finanzkontrolle Schwarzarbeit aus Bielefeld kontrollierten demnach 543 Bauunternehmen in der Region. Das entspricht einem Zuwachs von 19 Prozent gegenüber dem Vorjahr. 65 Ermittlungsverfahren wegen nicht gezahlter Mindestlöhne wurden dabei laut IG Bau eingeleitet. Insbesondere in der zweiten Jahreshälfte 2017 ist der Kontrolldruck der Bielefelder Behörde erhöht worden.

Üblicherweise sind etwa ein Drittel der vom Zoll kontrollierten Betriebe solche aus dem Baugewerbe. Ein weiterer Kontrollschwerpunkt ist die Gastronomie. Hierzu liegen allerdings noch keine Zahlen aus dem vergangenen Jahr vor.

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