„Schwalbennest“ in Uentrop will Kneipp-Kita werden

Unterstützung auf dem Weg zur Kneipp-Kita: Volksbankdirektor Dr. Klaus Kalefeld (rechts) und Sebastian Rohn, Leiter der Bankfiliale in Uentrop (Zweiter von links) überreichten jetzt eine Spende in Höhe von 1 000 Euro an Kita-Leiterin Petra Flechtker (links) – mit dabei nicht nur die Kinder, sondern auch die Vorsitzenden des Fördervereins, Katrin Harling (Zweite von rechts) und Patricia Bußmann (Zweite von links).
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Unterstützung auf dem Weg zur Kneipp-Kita: Volksbankdirektor Dr. Klaus Kalefeld (rechts) und Sebastian Rohn, Leiter der Bankfiliale in Uentrop (Zweiter von links) überreichten jetzt eine Spende in Höhe von 1 000 Euro an Kita-Leiterin Petra Flechtker (links) – mit dabei nicht nur die Kinder, sondern auch die Vorsitzenden des Fördervereins, Katrin Harling (Zweite von rechts) und Patricia Bußmann (Zweite von links).

UENTROP - Als Kurpfuscher beschimpft, hatte Pfarrer Sebastian Kneipp seinerzeit einen schweren Stand – trotz Heilungserfolgen. Seine nach ihm benannte Medizin samt des durch ihn weltbekannt gewordenen Wassertretens nutzt die Evangelische Kindertageseinrichtung Schwalbennest bei der Zukunftsplanung.

Die Uentroper Einrichtung muss nicht mehr für das erfolgreiche Konzept kämpfen. Aber auf ihrem Weg zur ersten zertifizierten Kneipp-Kita in Hamm müssen noch Monate intensiver Arbeit bewältigt werden. Für weitere Motivation der Erzieherinnen sorgte da jetzt eine Spendenübergabe durch die Volksbank Hamm. Schwerpunkte wie Bewegung und Natur hat die evangelische Kita in Uentrop wie andere Einrichtungen auch. Sie im Namen zu verankern und Zertifikate zu erwerben, hätte möglicherweise den einen oder anderen Ansatz in den Hintergrund gedrängt. Gut, dass eine Erzieherin den Namen Sebastian Kneipp (1821 bis 1897) ins Spiel gebracht hat. „Wir haben überlegt, ein einheitlichen Konzept zu gestalten, um alle unsere verschiedenen Förderbereiche noch besser miteinander zu verbinden“, erklärt Kita-Leiterin Petra Flechtker. „Dabei entdeckten wir einen Zusammenhang mit den Konzeptionen Sebastian Kneipps.“ Der ganzheitliche Ansatz enthalte einen großen Teil der Kita-Schwerpunkte.

Das Konzept wird getragen von den fünf Säulen der kneippschen Lehre: gesunde Ernährung, Kräuterkunde, Wasser/natürliche Reize, Ordnung (seelisches Wohlbefinden)/Rituale und Bewegung.

Den Kontakt mit dem Kneipp-Bund hatte die Kita schnell geknüpft. Ein Besuch in der nächstgelegenen zertifizierten Einrichtung in Unna brachte dann die Gewissheit: „Das wollen wir.“ Der Kita-Träger ist im Bilde, der Förderverein steht bereit, und aus der Elternschaft gibt es auch grünes Licht. Und so geht das sechsköpfige Erzieherinnen-Team gut vorbereitet in die 18-monatige Phase bis zur Zertifizierung. Im nächsten Jahr soll das Gütesiegel „Vom Kneipp-Bund e.V. anerkannte Kindertageseinrichtung“ nicht nur das Gebäude zieren, sondern auch für die Maßstäbe stehen, die im Schatten der Uentroper Kirche gesetzt werden: Die fünf Elemente der kneippschen Lehre eröffnen im Schwalbennest die Handlungsfelder für ganzheitliche Erziehung und Bildung.

„Wir fangen im April mit den Fortbildungen an“, sagt Petra Flechtker. Der Weg zur zertifizierten Kneipp-Kita muss genau dokumentiert werden.

Für die Umsetzung bedarf es allerdings auch schon an Material, das aus dem Kita-Etat nicht zu finanzieren ist. Da kommt die Spende der Volksbank zur richtigen Zeit. 1 000 Euro brachten Bankdirektor Dr. Klaus Kalefeld und der Uentroper Filialleiter Sebastian Rohn in der Einrichtung vorbei. Das Geld wird zur Finanzierung der Grundausstattung benötigt, wie etwa für Waschwannen für Wechselbäder, kleine Beutel, Bürsten und Yogamatten. Der ganzheitliche Ansatz der Kita passe zur Volksbank, meint Bankdirektor Kalefeld. „Die Kneipp-Kita ist eine spannende Sache.“ - ha

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