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Schulstart: Zu wenig Lehrer in Hamm - Wie geht es mit den Ukraine-Schülern weiter?

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Von: Jörn Funke

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Schulstart
Am Mittwoch geht es für die Hammer Schüler zurück in den Unterricht. © Jens Büttner/dpa

An diesem Mittwoch geht es wieder los: Die Sommerferien enden, das neue Schuljahr beginnt. Und für knapp 1.800 i-Männchen beginnt am Tag darauf „der Ernst des Lebens“. Wir haben gefragt, was sich im kommenden Schuljahr ändern soll. Ein Überblick.

Hamm – Der Ukraine-Krieg macht sich auch an Hammer Schulen bemerkbar; Angst vor Klassen voller Ukrainer ist jedoch unbegründet. Rund 300 Kriegsflüchtlinge besuchen Hammer Schulen. Angesichts von rund 26.000 Schülern in Hamm sind sie nach wie vor eine Minderheit; unter den zuletzt zugewanderten Schülern machen sie nach Angaben der Bezirksregierung Arnsberg gut 40 Prozent aus.

Ukrainer werden in Hamm in Regelklassen unterrichtet

Die Stadt zählte Anfang August 114 ukrainische Grundschüler, davon 25 Erstklässler. In der Sekundarstufe I und II registrierte die Bezirksregierung Mitte August 181 Ukrainer. Sie verteilen sich relativ gleichmäßig über die Schulformen und Jahrgangsstufen; ein leichter Schwerpunkt lässt sich in der Sekundarstufe I beim Gymnasium ausmachen.

Alle Ukrainer werden nach Angaben von Bezirksregierungssprecherin Ursula Kissel in Regelklassen integriert und erhalten zusätzliche Deutschförderung.

Stellenbesetzungsquote in Hamm mäßig

Schulen können für die Unterrichtung ukrainischer Schüler laut Bezirksregierung zusätzliche befristete Stellen beantragen. Bisher seien diese Anträge in Hamm aber nur in geringem Umfang gestellt worden.

Generell sah die Lehrkräfteversorgung vor den Ferien in Hamm mäßig aus. Die Bezirksregierung nennt eine Stellenbesetzungsquote von 98,2 Prozent für alle öffentlichen Schulen in Hamm. Darin sind allerdings auch Lehrkräfte enthalten, die wegen Schwangerschaft, Elternzeit und Langzeiterkrankung nicht im Dienst sind.

Personal: Grund- und Förderschulen am schlechtesten ausgestattet

Personell sieht es demnach an den Hauptschulen am besten aus (104,1 Prozent). Hier gab es zuletzt sogar mehr Stellen, alle anderen Schulformen mussten mit weniger Personal auskommen. Am schlechtesten ausgestattet sind inzwischen Förder- und Grundschulen (95,2 und 95,7 Prozent).

Die Arnsberger Behörden-Sprecherin Kissel betonte, dass die Personalsituation zum Schuljahresbeginn durch Neueinstellungen besser aussehen könnte.

62 Kinder dürfen nicht die Wunschschule besuchen

1.781 Schulanfänger waren zum Stichtag 30. Juni für die Hammer Grundschulen angemeldet worden, das sind rund 150 mehr als zuletzt. Die genaue Zahl wird laut Stadtsprecher Tom Herberg aber erst in den nächsten Tagen feststehen.

Mindestens 62 Kinder konnten nicht an ihrer Wunschschule angemeldet werden, obwohl beispielsweise an der Schule im grünen Winkel und der Theodor-Heuss-Schule zusätzliche Klassen gebildet wurden.

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