Erstklässler unterwegs

Ziel für dieses Jahr: Null Schulwegunfälle - Polizei verstärkt deshalb Kontrollen

Den Fußweg zur Schule sollten Eltern am Anfang gemeinsam mit ihrem Kind ablaufen.
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Den Fußweg zur Schule sollten Eltern am Anfang gemeinsam mit ihrem Kind ablaufen.

Zur Sicherung des Schulweges der fast 1700 Erstklässler, die ab Donnerstag an 30 Grundschulen im gesamten Stadtgebiet in einen neuen Lebensabschnitt starten, werden Polizei und Stadt Hamm in den kommenden Wochen wieder verstärkt im Umfeld der Schulen kontrollieren.

Hamm – Sie überwachen die Geschwindigkeit, ahnden Parkverstöße und überprüfen Schulbusse. Auch die Sicherung von Kindern im Auto werden die Beamten im Auge haben. Die Verkehrssicherheitsberater der Polizei beobachten, wie sich Kinder und Erwachsene beim Radfahren verhalten und geben Tipps zum sicheren Fahren. Außerdem führen die Präventionsexperten Tempo-30-Aktionen vor Grundschulen durch und begleiten eine Veranstaltung der Verkehrswacht in einer Hammer Grundschule.

2020: 62 Kinder verunglückt, 11 davon schwer

Das erklärte Ziel der Polizei in Hamm sind null Schulwegunfälle für unsere Kinder. Im Jahr 2020 gab es in Hamm lediglich einen Schulwegunfall, dies ist allerdings auch auf den eingeschränkten Schulbesuch in Pandemiezeiten zurückzuführen. Insgesamt verunglückten im Stadtgebiet 62 Kinder, davon 11 schwer.

Mit der Aufforderung „Brems Dich! Schule hat begonnen“ bittet die Verkehrswacht Hamm zu Beginn derweil alle Verkehrsteilnehmer um Aufmerksamkeit gegenüber allen Schulkindern. Dafür hat die Verkehrswacht mit Unterstützung der Stadt große gelbe Spannbänder mit eben jener Aufschrift anbringen lassen, die die Autofahrer daran erinnern sollen, in den ersten Wochen des Schulbeginns ganz besonders auf Kinder aufzupassen. „Denn Schulanfänger sind meistens auch Verkehrsanfänger“, gibt der Vorsitzende der Hammer Verkehrswacht, Markus Schwipp, zu bedenken.

Kind mit dem Auto bringen? „Keine Alternative“

Eltern von Erstklässlern rät er, ihre Kinder in den ersten Tagen noch zu Fuß zur Schule zu begleiten und sie auf Gefahrenstellen wie Ein- und Ausfahrten oder schwer einsehbare Stellen auf ihrem Schulweg hinzuweisen. Erst wenn man sicher sein kann, dass das Kind das Gezeigte verinnerlicht hat, sollte es alleine zur Schule gehen. Der Vorsitzende fährt fort: „Kinder in diesem Alter müssen die Möglichkeit erhalten, das korrekte Handeln richtig zu erlernen.“

Das Kind mit dem Auto zur Schule zu bringen, sei keine Alternative. „Nur im realen Verkehrsgeschehen lernen die Kinder, wie sie sich sicher verhalten. Hinzu kommt, dass zu viel Autoverkehr vor Schulen die zu Fuß kommenden Schüler gefährdet“, führt Schwipp aus.

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