Auch für Schüler ohne Tablet

Schulen in Hamm: Anmeldefrist für Notbetreuung hat begonnen

An der Petrischule in Werl müssen 72 Kinder in Quarantäne.
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Schüler und Eltern müssen sich noch wochenlang mit der Corona-Situation arrangieren. (Symbolbild)

Eltern von Schulkindern in Hamm, die in den kommenden drei Wochen eine Notbetreuung nutzen wollen, müssen ihren Nachwuchs dafür möglichst schnell an den Schulen anmelden.

Hamm - Dabei geht es nicht nur um berufstätige Eltern, sondern auch um Schüler, die Unterstützung brauchen. Wer beispielsweise zuhause keinen Computer zur Verfügung hat, soll nach Angaben der Stadt Geräte in den Schulen nutzen können. (News zum Coronavirus in Hamm)

An den 59 Hammer Schulen begannen am Donnerstag die Vorbereitungen für den flächendeckenden Distanzunterricht, der von Montag an bis zum Monatsende erteilt werden soll. Möglichst viele der rund 26.000 Schüler in Hamm sollen nach Vorstellungen des Landesschulministerium zuhause bleiben und dort lernen.

Unklar ist für Stadt und Schulen derzeit, wie viele Eltern von den Notbetreuungsangeboten Gebrauch machen. Schüler der Klassen 1 bis 6 können nach Landesvorgabe in die Schule kommen und dort ihre Aufgaben erledigen; die Eltern müssen den Bedarf im Gegensatz zum Frühjahrs-Lockdown nicht nachweisen.

Schulen in Hamm im Lockdown: verbindliche Anmeldung Pflicht

Die Schüler müssten allerdings verbindlich angemeldet werden, sagte eine Sprecherin der Bezirksregierung. Die ersten Schulen stellten das entsprechende Formular am Donnerstag bereits auf ihre Homepage oder baten um Benachrichtigung der Klassenlehrer. Die Anmeldefrist endet teilweise bereits am Freitag, 8. Januar, um 12 Uhr.

Am Montag, 11. Januar, soll feststehen, wie viele Schüler in die Schulen kommen. Die Stadt will dann dafür sorgen, dass die Betreuung funktioniert. Die Schulleitungen würden, soweit erforderlich, Lehrer, Sozialpädagogen und Sozialarbeiter in die Schulen rufen, sagte ein Stadtsprecher. Ausgenommen seien nur Integrationshelfer. Die Träger der Offenen Ganztagsschulen (OGS) seien informiert, dass ihre Mitarbeiter ab Montag zur Verfügung stehen müssten.

Schulen in Hamm im Lockdown: Aufgaben unter Aufsicht

Präsenzunterricht wird es nach Landesvorgaben für die Schüler, die zur Notbetreuung in die Schule kommen, nicht geben. Vielmehr können sie dort unter Aufsicht die Aufgaben machen, die ihre Klassenkameraden zuhause bearbeiten.

Die Notbetreuung steht auch Schülern offen, die zuhause keine Geräte für den Distanzunterricht haben. Wer nicht über elektronischen Hilfsmittel wie Computer, Tablet oder Drucker verfügt, bekomme diese in den Schulen zur Verfügung gestellt, so der Stadtsprecher. Damit solle verhindert werden, dass Schüler aus ärmeren oder bildungsfernen Familien im Unterricht abgehängt werden.

Schulen in Hamm im Lockdown: keine Engpässe erwartet

In die gleiche Richtung geht das Konzept der „Study Halls“ (Lernräume), das für zahlreiche Grundschulen zum Konzept des Distanzlernens gehört. Dabei werden Schüler aus benachteiligten Familien ausdrücklich in die Schulen geholt, um dort unter Anleitung zu arbeiten. Nach Stadtangaben hatten mehrere Schulleitungen dafür ihr Interesse bekundet.

Probleme mit den Lernplattformen und den Leitungskapazitäten erwartet man bei der Stadt nicht. Weil deutlich weniger Lehrer und Schüler an den Schulen präsent sein werden, gehe man nicht von Engpässen aus.

Corona-Regeln in Hamm jetzt und künftig (Auszug):

  • Die Kontaktbeschränkungen werden NRW-weit verschärft (Stichtag 11. Januar 2021). Treffen jenseits des eigenen Haushalts und der eigenen Haustür sind dann nur noch mit einer weiteren Person erlaubt. Für Privaträume in Hamm gilt eine besondere Regelung (festgelegt in einer städtischen Allgemeinverfügung): Hier dürfen sich bislang und auch künftig bis zu fünf Personen aus maximal zwei Haushalten treffen. Bei der Personenzahl werden Kinder unter 14 Jahren grundsätzlich nicht mitgezählt. Kontrollen der Kontaktbeschränkungen soll es auch weiterhin nicht geben.
  • „Corona-Leine“: Sollte der Inzidenzwert in Hamm die 200 wieder überschreiten, sollen sich auch hier Menschen ohne triftigen Grund nicht mehr als 15 Kilometer von ihrem Wohnort entfernen dürfen. „Tagestouristische Ausflüge stellen explizit keinen triftigen Grund dar“, heißt es.
  • Maskenpflicht: In geschlossenen öffentlichen Räumen ist eine Alltagsmaske zu tragen. Dies gilt auch am Arbeitsplatz, sofern ein Abstand von 1,5 Metern zu weiteren Personen nicht sicher eingehalten werden kann. Im unmittelbaren Umfeld von Einzelhandelsgeschäften, insbesondere auf dem Grundstück des Geschäftes, auf den zu dem Geschäft gehörenden Parkplatzflächen und auf den Wegen zu dem Geschäft ist eine Alltagsmaske zu tragen. Maskenpflicht besteht ferner in Bus, Bahn und Taxi, auf Spielplätzen (außer für Kinder bis zum Schuleintrittsalter), auf den Wochenmärkten sowie in Hamm in der Fußgängerzone an Samstagen. In privaten Autos gilt keine Tragepflicht eines Mundschutzes.
  • Alkoholverbot: Der Verzehr von alkoholischen Getränken im öffentlichen Raum ist laut Corona-Schutzverordnung des Landes NRW untersagt. 
  • Betriebskantinen dürfen - wie andere gastronomische Betriebe auch - allenfalls noch Speisen und Getränke zum Mitnehmen anbieten.
  • Der Einzelhandel ist und bleibt geschlossen. Ausnahmen gelten für: Geschäfte für Lebensmittel, Wochenmärkte für Lebensmittel, Direktvermarkter von Lebensmitteln, Abhol- und Lieferdienste unter Beachtung der Corona-Schutzmaßnahmen, Getränkemärkte, Reformhäuser, Babyfachmärkte, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Optiker, Hörgeräteakustiker, Tankstellen, Kfz- und Fahrradwerkstätten, Banken und Sparkassen, Poststellen, Reinigungen, Waschsalons, den Zeitungsverkauf, Tierbedarfsmärkte, Futtermittelmärkte und den Großhandel. Auch Baumärkte bleiben – anders als beim Frühjahrs-Lockdown – geschlossen.
  • Dienstleistungen: Dienstleistungsbetriebe im Bereich der Körperpflege wie Friseursalons, Kosmetikstudios, Massagepraxen, Tattoo-Studios und ähnliche Betriebe bleiben ebenfalls geschlossen. Medizinisch notwendige Behandlungen, zum Beispiel Physio-, Ergo- und Logotherapien sowie Podologie, bleiben möglich.
  • Alten- und Pflegeheime: Besucher müssen grundsätzlich FFP2-Masken tragen. Beschäftigte müssen alle drei Tage getestet werden und beim direkten Kontakt etwa mit Pflegebedürftigen ebenfalls FFP2-Masken tragen. Auch Bewohner sind regelmäßig zu testen.
  • Sport: Der Freizeit- und Amateursportbetrieb ist auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen, Fitnessstudios, Schwimmbädern und ähnlichen Einrichtungen unzulässig. Das gilt auch für Individualsportarten in Sporteinrichtungen/-vereinen wie Tennis oder Golf. Zulässig bleibt nur noch die sportliche Bewegung alleine oder zu zweit in der „freien Natur”.
  • Freizeit: Der Maxipark, der Tierpark, das Museum und alle Bäder in Hamm bleiben bis mindestens Ende Januar geschlossen.
  • Fahrschulen: Der Betrieb von Fahrschulen ist nur für berufsbezogene Ausbildungen zulässig und ansonsten untersagt.

Für die allgemeingültige Coronaschutzverordnung in NRW mit vielen weiteren Aspekten und Ausführungen klicken Sie bitte hier. (han)

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