Sommerhoch Yona brutzelt Schüler

Hammer Schulen bei Hitzefrei trotz Masken (noch?) zurückhaltend

Wegen der aktuellen Hitze und der bevorstehenden Maskenpflicht zum neuen Schuljahr wird ein Hitzefrei für alle Schüler gefordert.
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Hitzefrei an den Schulen? Nicht überall wurde das ausgegeben.

Das Sommerhoch „Yona“ bescherte Hammer Schulkindern das erste Hitzefrei des Jahres – zumindest theoretisch. Bei 27 Grad Celsius Raumtemperatur können die Schulleitungen den Unterricht vorzeitig beenden. Von der Möglichkeit machten die Rektoren am Mittwoch aber eher zaghaft Gebrauch.

Hamm – Die Werrieser Maximilianschule gehört zu den Grundschulen, an denen am Mittwoch früher als üblich Schluss war. Um 12.15 Uhr hatte Schulleiterin Christina Kühler alle nach Hause geschickt. Sie habe sich die Entscheidung nicht leicht gemacht, sagt die Vorsitzende des Personalrates für die Grundschulen. Schließlich sei in diesem Schuljahr bereits genug Präsenzunterricht ausgefallen. Doch die Räume heizen sich auf, und die Masken täten ein Übriges. Die Belastung durch das Maskentragen bei hohen Temperaturen sprächen dann doch dafür, hitzefrei zu geben, sagte Kühler. Die letzte Schulstunde war deshalb am Mittwoch für die Maximilianschüler frei.

Doch die Einstellung ist an den Schulen unterschiedlich ausgeprägt. Aus Rückmeldungen anderer Schulleitungen wisse sie, dass von 15 Grundschulen am Mittwoch nur 8 ihre Schüler vorzeitig nach Hause schicken wollten, so Kühler.

Zurückhaltung ist auch an den weiterführenden Schulen das Gebot. Für die gymnasiale Oberstufe hatte Schulministerin Yvonne Gebauer sogar noch eine Sonderregel erlassen: Normalerweise gibt es hier kein Hitzefrei, in der gegenwärtigen Situation und angesichts der Maskenpflicht hat das Ministerium es aber dennoch erlaubt. Beisenkamp-Direktorin Andrea Behm-Brachmann hat von der Möglichkeit aber noch keinen Gebrauch gemacht.

Hitzefrei an Schulen in Hamm: kostbare Zeit im Präsenzunterricht

An ihrem Gymnasium im Hammer Süden würden Raumtemperatur und CO2-Belastung täglich gemessen, sagte Behm-Brachmann. Etwa 25 Grad Celsius habe man in den Räumen festgestellt und liege so noch unter der vom Ministerium festgelegten Schwelle.

Und noch etwas lässt Behm-Brachmann zögern: die kostbare Zeit im Präsenzunterricht. Man habe im Laufe des Schuljahres schon so viele Stunden verloren. Es gebe deshalb Absprachen unter Schulleitungen, Hitzefrei einheitlich und eher zurückhaltend zu handhaben. Dabei seien ja auch schulübergreifende Angebote und der Einsatz von Bussen zu bedenken. „Doch wenn es gar nicht mehr geht“, sagt die Direktorin, „dann werden wir den Unterricht eben auch vorzeitig beenden.“

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