Untersuchungen für neue Schüler wegen Corona ausgesetzt

Eine Ärztin führt mit der fünfjährigen Emily im Beisein deren Eltern die Schuleingangsuntersuchung durch. Das gibt es im Moment in Hamm nicht.
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Eine Ärztin führt mit der fünfjährigen Emily im Beisein deren Eltern die Schuleingangsuntersuchung durch. Das gibt es im Moment in Hamm nicht.

Wegen der Corona-Krise sind die verpflichtenden Schuleingangsuntersuchungen aller Kinder, die nach den Sommerferien in Hamm eingeschult werden sollen, aktuell komplett ausgesetzt.

Hamm – Normalerweise attestiert ein Arzt des Gesundheitsamtes die „Schulreife“. Von 1750 notwendigen Untersuchungen stehen 850 nach Angaben von Stadtsprecher Tom Herberg noch aus. „Das Gesundheitsamt ist mit der Bewältigung der Herausforderungen durch das Coronavirus voll ausgelastet“, erklärte Herberg. „Wir warten aktuell noch auf eine Entscheidung des Gesundheitsministeriums, wie der Umgang mit den fehlenden Schuleingangsuntersuchungen gehandhabt wird.“

Aktuell bereite sich das Gesundheitsamt allerdings bereits darauf vor, die noch nicht absolvierten Untersuchungen unter Einhaltung der Corona-Abstandsregeln durchzuführen. Dabei werde etwa analysiert, welche Teile der Untersuchung auch aus der Distanz – etwa über einen Videoanruf – durchgeführt werden könnten.

Dass bis zum Schulstart alle Untersuchungen bei den künftigen Erstklässlern durchgeführt sind, sei allerdings illusorisch. „Wir gehen nicht davon aus, dass die Untersuchung Voraussetzung ist, um eingeschult zu werden. Das wäre an der Realität vorbei. Selbst in vier oder sechs Wochen wäre es nicht umzusetzen, das alles nachzuholen“, so Herberg.

Coronavirus in Hamm - weitere Infos:

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