Iris Betken regiert in Osterflierich

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Iris Betken focht die Regentschaft mit ihren Brüdern aus. 

Osterflierich - „Ich wollte es unbedingt meinen Brüdern einmal gleich tun - und dass im Jubiläumsjahr meiner Eltern“, sagte Iris Betken am Freitag um 19.50 Uhr, nachdem sie mit den 247. Schuss die Reste des Vogels aus dem Kugelfang geholt hatte, kräftig jubelte und sich riesig über ihren tollen Treffer freute.

Sie regiert nun gemeinsam mit ihrem Bruder Christoph. Die 46-Jährige hat damit auch gleichzeitig ein Stück Schützengeschichte im Schützenverein Osterflierich geschrieben. Sie ist die erste Frau, die sich den Königstitel im Dorf sicherte. 

Mit unter der Vogelstange standen auch ihre beiden Brüder Christoph, der 2003 im Verein König war, und Matthias, der 2002 und 2012 regierte und zurzeit amtierender Schützenkaiser ist. Vor 40 Jahren hatten die Eltern Paul und Marita Betken als Königspaar das Fest begleitet. Alle drei Betkens wechselten sich im Verlauf des Schießens immer wieder, auch mit anderen Schützen, ab, um den Vogel zu zerkleinern. Auch der Dauerregen hielt die Königsanwärter nicht ab, immer wieder in Richtung Kugelfang zu schießen.

Iris Betken ist neue Schützenkönigin in Osterflierich 

Schließlich endete das Vogelschießen durch den Treffer von Betken nach gut zwei Stunden. Schön und spannend war's - trotz Regens „Wenn es nicht regnet, ist es ganz schön bei uns“, mit diesen Worten hatte der neue Vorsitzende Uwe Altena die Gäste beim Vogelschießen begrüßt. Doch auch trotz des Regens war das Vogelschießen nicht nur schön, sondern auch spannend. Allerdings mussten die Schützen aufgrund des andauernden Regens ihr Programm ändern. Das Marschieren fiel gänzlich aus und die ursprünglichen Programmpunkte wurden im Zelt abgearbeitet.

So fanden sowohl der Vorbeimarsch als auch die Totenehrung im Festzelt statt. Das Vogelschießen fand natürlich im Freien statt. Daher ging es vom Festzelt direkt unter die Vogelstange oder in eines der aufgestellten Zelte. Auch der Bierwagen wurde als Schutz vor dem Regen genutzt. „Ich freue mich, dass noch so viele Besucher gekommen sind“, so die Bilanz von Altena. Nach dem Schießen ging es wieder ins Festzelt, wo das neue Königspaar kräftig gefeiert wurde.

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