„Grünes Licht“ der Stadt für beispielhaftes Konzept

Hammer Schützen setzen Termin im Juni - trotz Corona und mit Bier

Den Blick nach vorne richten die Mitglieder eines Schützenvereins in Hamm. Statt weiter vor Corona zu kapitulieren, sucht der Vorstand derzeit nach Lösungen, wie trotz Pandemie ein geselliges Leben im Verein wieder angetrieben werden kann.

Berge – Der Vorstand des Schützenvereins Berge, Weetfeld und Freiske (BWF) hat einen ersten Termin für 2021 festgelegt. So wird es am 18. Juni eine interne Open-Air-Veranstaltung für die Mitglieder in Form einer Jahreshauptversammlung geben. Ein Konzept dazu hat der Vorstand ausgearbeitet und nun gemeinsam mit Oberbürgermeister Marc Herter und Jörg Wiesemeyer vom Kommunalen Ordnungsdienst (KOD) durchgesprochen. Und die Stadtspitze gibt dem Schützenverein „grünes Licht“.

Mit der Versammlung auf dem Gelände des Schützenvereins unter den Eichen soll ein erster Schritt auf dem Weg zu mehr Normalität gegangen werden. „Natürlich geht das nur verantwortungsvoll und diszipliniert. Aber wir können nicht tatenlos zusehen, wie nichts passiert. Stattdessen wollen wir damit anfangen, wie man mit dem Virus weiterleben kann“, stellte der Vorsitzende Ralf Steinhaus die Beweggründe des Vorstands heraus und will damit gemeinsam mit der Stadt Hamm für etwas Aufbruchstimmung bei den Vereinen sorgen.

„Vielleicht haben wir ja dann eine Art Vorreiterrolle“, würde sich Steinhaus freuen, wenn mehr Vereine aus ihrer Lethargie erwachen würden. Die Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung lobte er dabei ausdrücklich.

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Schützen planen trotz Corona - Das sind die Eckpunkte des Konzepts:

„Grundsätzlich ist natürlich auch im Juni alles von der aktuellen Corona-Lage abhängig“, so Steinhaus. Klar ist, dass nur Mitglieder mit einem negativen Corona-Test, der nicht älter als 24 Stunden sein darf, teilnehmen dürfen. Ein Arzt testet auch vor Ort. Die Kontaktverfolgung wird in erster Linie durch die „Luca-App“ gewährleistet. Ergänzend können zum Beispiel bei den älteren Schützen auch Anwesenheitslisten geführt werden, bestätigte OB Herter im Gespräch mit Steinhaus. Das Einhalten der Abstände und womöglich ein Sitzplan geben zusätzliche Sicherheit.

Vielleicht haben wir ja dann eine Art Vorreiterrolle.

Ralf Steinhaus, Vorsitzender

Schützen planen trotz Corona - Bier vom Fass mit Hygienekonzept:

Zu einer vernünftigen Schützenversammlung gehört natürlich auch ein kühles Bier. Und das soll vom Fass kommen. Dazu hat sich der BWF-Vorstand auch ein Hygienekonzept überlegt. Das ist zunächst recht einfach: Der Verein bestellt einfach so viele Gläser, sodass kein Glas zweimal genutzt wird.

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Aber – und auch das ist mit der Stadtspitze besprochen worden – man wolle die Versammlung auch nutzen, um gemeinsam mit der Behörde die Sauberkeit der gespülten Gläser zu überprüfen, und zwar zum einen per Heiß-, zum anderen per Kaltreinigung. „Danach haben wir womöglich Erkenntnisse für weitere Veranstaltungen, die wir gerne in 2021 noch in Angriff nehmen möchten“, so Steinhaus.

Rubriklistenbild: © Beuning

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