Schützen in Braam-Ostwennemar traurig

100. Geburtstag in Hamm darf nicht gefeiert werden

Der Schützen- und Heimatverein Braam-Ostwennemar besteht seit 100 Jahren.
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Trübe Aussichten: Der Schützen- und Heimatverein Braam-Ostwennemar besteht seit 100 Jahren. Doch ein Fest wird es aus diesem Anlass nicht geben.

Am 25. Juni vor 100 Jahren wurde der Schützen- und Heimatverein Braam-Ostwennemar 1921 e.V. gegründet. Gerne hätten die Schützen dieses Jubiläum mit Freunden und Gästen aus dem Stadtbezirk, aber auch von nah und fern ausgelassen gefeiert.

Braam-Ostwennemar - Covid-19 macht auch dem Schützen- und Heimatverein Braam-Ostwennemar einen Strich durch die Rechnung. Schweren Herzens entschied der Vorstand, die Feierlichkeiten und das Jubiläumsschützenfest in diesem Jahr nicht stattfinden zu lassen. Ausfallen soll es auf keinen Fall, wann es jedoch nachgeholt werden kann, hängt stark von der Entwicklung der Pandemie ab.

Bereits am 17. April hätte ein großer Festkommers mit Gästen von Vereinen aus dem gesamten Stadtbezirk stattfinden sollen. Doch schon im Herbst ahnten die Verantwortlichen, dass hieraus nichts werden würde, und verzichteten auf den Versand der Einladungen. Anstelle des gemütlichen Umtrunks mit rund 350 Personen bleibt die Halle am Samstag kommender Woche leer.

Gleiches gilt für den traditionellen Tanz in den Mai sowie weitere Feste und Zusammenkünfte des Vereins. Zumindest vorerst, denn die Planungen im Hintergrund laufen weiter. Sollten sich Möglichkeiten ergeben, die Jahreshauptversammlung oder Ehrungen von Jubilaren durchzuführen, wolle man dies auch tun, so Bernd Amelong, zweiter Vorsitzender des Vereins.

Amelong erinnert aber auch daran, wofür der Verein seit 100 Jahren steht. „Es ist das bürgerschaftliche Engagement, das Eintreten für demokratische Werte, die Brauchtumspflege und die Pflege der Gemeinschaft“ so Amelong. Daher sei es nur folgerichtig, dass derzeit keine Zusammenkünfte stattfinden, sondern Rücksicht auf das Gemeinwohl genommen werde, auch wenn alle sich riesig freuen würden, wenn das Schützenfest stattfinden könnte.

Überraschung angekündigt

Freuen dürfen sich die Mitglieder des Vereins auf jeden Fall neben einer Festschrift auf eine kleine Überraschung anlässlich des Jubiläums. Wie diese aussieht, wird jedoch noch nicht verraten. Ebenso unklar ist, in welcher Form Ehrungen und andere Feierlichkeiten abgehalten werden sollen. Hier möchte man keine falschen Hoffnungen wecken, denn die Erfahrung der letzten Monate habe immer wieder gezeigt, wie schnell sich Regeln ändern und Lockerungen zurückgenommen werden können.

Schick macht sich der Verein auch ohne Feierlichkeiten. So wird der Platz an der Kreuzkamphalle in Kleingruppen und auf Abstand weiter verschönert und renoviert.

Nachbarverein verschiebt um fünf Jahre

In der Gemeinde Lippetal hat ein Schützenverein bereits für Klarheit gesorgt – mit einer überraschenden Ankündigung. Für die Schützenbruderschaft St. Ida Herzfeld fällt das Jubiläum zum 150-jährigen Bestehen des Vereins in diesem Jahr ins Wasser. Die Schützen wollen nun im Jahr 2026 jubeln – zum 155-jährigen Bestehen der Bruderschaft. „Wir haben uns für die Verschiebung des Jubiläums um gleich fünf Jahre entschieden, damit wir wieder Planungssicherheit haben“, meinte Oberst Engelbert Mengelkamp. Die Feiern für ein Großevent mit mehr als 1500 Gästen nur um ein Jahr zu verschieben, das sei dem Vorstand angesichts der anhaltenden Pandemie zu unsicher.

Der Verein bereitet nun seine Veranstaltungen Ende dieses Jahres und im kommenden Jahr vor. Dann hofft man, dass dank Tests und Impfungen der Verein auch wieder seine zentrale Rolle im Stadtbezirk einnehmen und unter anderem mit dem Doppelkopfturnier für einen guten Zweck, Theateraufführungen und natürlich einem großen Jubiläumsfest die Geselligkeit in Braam-Ostwennemar pflegen kann. - ck

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