Schützenfest abgesagt: Kapitulation in der Westenfeldmark

Ein Bild aus alten Zeiten: Auch in diesem Jahr werden die Schützen der Westenfeldmark nicht durch die Straßen ziehen.
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Ein Bild aus alten Zeiten: Auch in diesem Jahr werden die Schützen der Westenfeldmark nicht durch die Straßen ziehen.

Nun hat auch der Schützenverein Westenfeldmark eine Entscheidung getroffen und sein diesjähriges Schützenfest abgesagt.

Hamm-Westen – Als Höhepunkt des Jahres war das Fest vom 25. bis 27. Juni geplant. „Ein Schützenfest lebt aber von Geselligkeit und Nähe“, sagt der Vereinsvorsitzende Mario Bürger. Das sei in Zeiten der Corona-Pandemie schlicht zu gefährlich. Ein Hygienekonzept für solche Feiern sei daher letztendlich nicht umsetzbar.

Im Rahmen der Entscheidungsfindung wurde auch die traditionell Mitte März stattfindende Jahreshauptversammlung, wie bereits im Vorjahr, abgesagt. „Seit einem Jahr herrscht nun schon Ruhe am Westenschützenhof“, klagt Bürger. Keine Versammlungen, keine Wettkämpfe der Sportschützen, kein Schießen um den Westenschützenhofpokal, kein Bierkönigschießen der Avantgarde und auch das zehnjährige Bestehen des Bummelzuges konnten nicht gefeiert werden.

Schützenfest fällt ohne Ersatztermin aus

Der Vorstand hatte lange überlegt und diskutiert, doch angesichts der Situation wurden die Absagen beschlossen. „Eine Verschiebung des ursprünglich vom 25. bis 27. Juni geplanten Schützenfests macht keinen Sinn“, sagt der zweite Vorsitzende Bernd Schlepphege.

Die Folgen der Corona-Pandemie erlebten die Mitglieder auch durch das Ausbleiben der Vereinszeitung „Die Schützenpost“. Aus Rücksicht auf die Lage der Inserenten konnte diese nicht erscheinen. Der Vorstand hatte sich aber bemüht und die Vereinsmitglieder durch mehrere Rundschreiben über die aktuellen Entwicklungen und Entscheidungen informiert.

Hoffen auf vereinsinterne Veranstaltungen

Ein kleines Schmunzeln immerhin kann den Mitgliedern der besondere Corona-Rekord des Ehrenvorstandsmitglieds Hans Westerwinter entlocken. Westerwinter bildet seit seinem Königsschuss 2019 mit Karin Bessenyei das Königspaar des Vereins. Damit ist er nach 1987 und 1993 bereits zum dritten Mal König in der Westenfeldmark. Da seine dritte Regentschaft nun voraussichtlich drei Jahre dauern wird, ist er mit insgesamt sechs Königsjahren nicht nur der klare Rekordhalter im Verein, sondern auch weit darüber hinaus. „Meine Königin liebt das Schützenwesen ebenso wie ich und auch zur zweiten Ehrenrunde sagte sie gerne ja“, so Westerwinter.

Westerwinter stand dem Verein auch 16 Jahre als Vorsitzender vor und er trägt die Entscheidungen des Vorstands voll mit. Er hat nur einen dringenden Wunsch: „Ich habe nur schon erklärt, dass meine Königin und ich unbedingt den nächsten Frühlingsball des Stadtverbands erleben wollen“, so Westerwinter. Ebenso wie der König, setzt auch der Vorstand auf eine positive Zukunft: „Wir werden die Situation im Interesse aller Mitglieder stets im Auge behalten“, so Schlepphege. Er danke den Mitgliedern für ihre Treue und hoffe, sobald die Herdenimmunität hergestellt sei, zumindest eine vereinsinterne Veranstaltung, wie ein Biwak, organisieren zu können.

Auch im Hammer Stadtbezirk Rhynern ist das Schützenfest bereits abgesagt: Bei der Schützengesellschaft Berge wird definitiv in diesem Jahr nicht wie gewohnt gefeiert. Auch den Pelkumer Schützen bleibt nichts anderes übrig.

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