Zusammenarbeit mit Stadt und Schulen

Schülern eine Stimme geben: Initiative Jugendparlament erhält Förderungen und macht Zukunftspläne

Das Team der Initiative Jugendparlament Hamm hat große Pläne – Arian Aghashahi (Vorstand, von links), Yavuz Selim Önder (Schriftführer), Jasmin Opalla (Beisitzerin), Simon Zerbo (stellv. Vorsitzender), Leonard Dylla (stellv. Vorsitzender) und Cameron John Beddoe (Schatzmeister).
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Das Team der Initiative Jugendparlament hat große Pläne – Arian Aghashahi (Vorstand, von links), Yavuz Selim Önder (Schriftführer), Jasmin Opalla (Beisitzerin), Simon Zerbo (stellv. Vorsitzender), Leonard Dylla (stellv. Vorsitzender) und Cameron John Beddoe (Schatzmeister).

Die Initiative Jugendparlament mit Vereinssitz in Hamm erhält nun Förderungen verschiedener Organisationen. So soll es dem Verein zu Beginn des Schuljahres 2021/2022 möglich sein, parteineutral Schüler politisch weiterzubilden und ihnen einen Rahmen für politische Diskussionen zu bieten.

Hamm – Finanziell unterstützt wird die Initiative Jugendparlament Hamm von der Gemeinschaftsinitiative Förderfonds Demokratie, von der Volksbank Hamm und von der Claussen-Simon-Stiftung im Bereich Bildung und Schule.

„Durch die Initiative möchten wir Schülern eine Stimme geben“, sagt Simon Zerbo, stellvertretender Vorsitzender. Gegründet wurde die Hammer Initiative im Sommer 2019, nun arbeiten die Mitglieder an der Zusammenarbeit mit Stadt und Schulen. „Ganz besonders wichtig ist uns, dass wir parteineutral agieren“, sagt Arian Aghashahi, Vorsitzender der Initiative. In Kooperation mit politischen Verantwortungsträgern sollen Jugendliche mehr Aufmerksamkeit erhalten und politischen Einfluss gewinnen.

Gespräch mit künftigem OB Marc Herter

Im Idealfall sollen sich zukünftig alle weiterführenden Schulen beteiligen, sodass beispielsweise der Schülersprecher einer jeden Schule als Vertreter im Jugendparlament sitzt. Innerhalb des Parlamentes soll das gewählte Gremium dann die Möglichkeit erhalten, Themen anzusprechen, die sie bewegen.

„Schüler können beispielsweise einen Zuständigen aus dem Rathaus einladen und ihm seine Sorgen mitteilen und gemeinsam eine Lösung suchen“, sagt Aghashahi. So zeige man den Jugendlichen, dass man für seine Ziele nicht nur protestieren, sondern auch kooperieren könne. Die Fridays for Future-Bewegung zeige, dass sich auch Schüler in Hamm für Themen und Veränderungen einsetzen.

Hamm als Ort für junge Politiker

Wie lange die Schüler dann in ihrem Amt sein werden, ist noch offen. Das und viele weitere Grundstrukturen müssten noch mit dem neu gewählten Oberbürgermeister Marc Herter diskutiert werden. Aghashahi: „Wir sehen hier eine gute Möglichkeit, in Zusammenarbeit mit dem gewählten Oberbürgermeister, dem Stadtrat sowie weiteren Beteiligten auf die Initiierung eines Jugendparlaments zu Beginn des Schuljahrs 2021/2022 hinzuarbeiten.“

Der Standort Hamm biete für die Initiative besonderes Potenzial: Insgesamt 20 weiterführende Schulen mit circa 16 000 Schülern gibt es in Hamm. Viel politisches Mitspracherecht hätten Schüler in Hamm laut Vorstandsmitgliedern der Initiative bisher aber nicht. Das soll sich ändern. „In Hamm war die Möglichkeit zur Beteiligung wenig existent. Schüler haben hier aktuell wenig Möglichkeiten, Wünsche zu artikulieren. Aus diesem Grund braucht die Jugend einen Rahmen, in dem Politik gestaltet werden kann“, sagt Zerbo.

Zudem fühlen sich Vorstandsmitglieder mit Hamm verbunden: Aghashahi (23), Zerbo (23) und Leonard Dylla (22) sind in Hamm aufgewachsen und kennen die Stadt „Ich sehe in Hamm großes politisches Potenzial und möchte beim Aufbau eines Jugendparlamentes helfen“, sagt Dylla. Sogar bundesweit sollen sich Schüler vernetzen und Hamm und ihre Lebenswelt mitgestalten.

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