In den Zentralhallen

Schüler wissen, was sie wollen: 13.500 Besucher bei Bildungsmesse - Handwerk beliebt

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Arbeitsplatz der Zukunft? Zahlreiche – vor allem technikbegeisterte – Schüler interessierten sich für den Flugsimulator der Bundeswehr.

Sie ist die größte Messe des Jahres in den Zentralhallen Hamm: Die Bildungsmesse hat auch in diesem Jahr wieder zahlreiche Besucher – vor allem Schüler aus Hamm – angezogen.

Hamm – „13 500 Gäste sind ein super Ergebnis. Diese Zahl ist uns aber gar nicht am wichtigsten“, sagte Ausstellungsleiterin Friederike Walther. „Viel wichtiger ist, dass Aussteller und Besucher auch tatsächlich qualifizierte Gespräche geführt haben.“ Gefragt seien im Gegensatz zum bisherigen Trend in diesem Jahr Handwerksberufe wie der des Tischlers oder die Metallverarbeitung gewesen.

„Die Schüler kommen immer besser vorbereitet zu uns. Sie laufen nicht planlos durch die Gänge, sondern steuern gezielt die für sie attraktiven Arbeitgeber an“, erklärte Zentralhallen-Geschäftsführer Dr. Alexander Tillmann.

Hemmschwellen abgebaut

Besonders beliebt waren der multimedial ausgestattete Bus der Bauindustrie sowie die Firmen, die mit Mitmach-Angeboten vor Ort waren. In der Sparkassen-Arena stellten sich die Polizei, die Bundespolizei, die Bundeswehr und der Zoll vor. Viele Schüler posierten zunächst im Flugsimulator für ein Foto, bevor sie für Gespräche blieben. „So baut man Berührungsängste ab“, freute sich ein Bundeswehr-Sprecher.

Bildungsmesse 2019 in den Zentralhallen Hamm

Das prestigeträchtige Bildungsduell zwischen den Hammer Schulen gewann unter lauten Jubelrufen das Team der Konrad-Adenauer Realschule und sicherte sich so 1500 Euro für die Klassenkasse. Auf dem zweiten Platz landete die Martin-Luther-Schule (1000 Euro), Platz drei belegte das Friedrich-List-Berufskolleg (500 Euro). Erstmals in diesem Jahr mussten neben Wissensfragen auch Praxisaufgaben gelöst werden.

Zeit für Gespräche mit Betriebs-Vertretern

Samstag kamen etwas weniger Besucher als freitags, dafür war Zeit für ausführlichere Treffen mit Vertretern der 90 Aussteller. „Die Jugendlichen kommen am zweiten Tag mit ihren Eltern wieder. Diese Gesprächen sind dann sehr fruchtbar. Teilweise werden gleich Vereinbarungen über eine Zusammenarbeit im Rahmen eines Praktikums oder sogar einer Ausbildung geschlossen“, so Tillmann.

Diesen Eindruck bestätigte Christian Palm, Bereichsleiter Arbeit der Bundesagentur für Arbeit in Hamm: „Arbeitgeber und zukünftige Arbeitnehmer profitieren vom Gesprächsformat auf der Messe. Dort sprechen die jugendlichen direkt mit aktuellen Azubis. Die Hemmschwelle ist so deutlich geringer.“

Auch Arbeitsmarkt profitiert von Bildungsmesse

Von solchen Kontakten profitiere der Arbeitsmarkt enorm. „In vielen Branchen gibt es mehr Bewerber als Stellen, in anderen Bereichen – etwa im Handwerk oder in der Pflege – sind Betriebe dagegen verzweifelt auf der Suche nach geeigneten Auszubildenden. Da hilft die Bildungsmesse gerade kleineren Unternehmen“, betonte Palm.

2020 findet die Bildungsmesse am 13. und 14. November statt.

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