Maskenpflicht verlängert

Schon 13 Schulen in Hamm vom Coronavirus betroffen

39 Lehrer in Quarantäne: Die Sophie-Scholl-Gesamtschule in Hamm war schwer gebeutelt.
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39 Lehrer in Quarantäne: Die Sophie-Scholl-Gesamtschule war schwer gebeutelt.

42 Schüler und Lehrer haben sich in Hamm mittlerweile mit dem Coronavirus infiziert, etwa 1000 sind in Quarantäne. Die Stadt hat die Maskenpflicht im Unterricht bis zu den Herbstferien verlängert. Die Lehrschwimmbecken bleiben bis mindestens zum 1. November geschlossen.

Hamm – Betroffen sind aktuell diese 13 Hammer Schulen: Anne-Frank-Schule, Arnold-Freymuth-Schule, Eduard-Spranger-Berufskolleg, Elisabeth-Lüders-Berufskolleg, Friedensschule, Friedrich-Ebert-Realschule, Friedrich-List-Berufskolleg, Gebrüder-Grimm-Schule, Jahnschule, Lessingschule, Märkisches Gymnasium, Realschule Heessen und Sophie-Scholl-Gesamtschule.

An der Sophie-Scholl-Gesamtschule waren neun Schüler positiv auf das Virus getestet worden. Doch dort nähert man sich inzwischen wieder der Normalität. Am heutigen Donnerstag sollten dort die Jahrgänge 6, 7 und 8 sowie die Oberstufe in den Präsenzunterricht zurückkehren; am Montag sollen alle Stufen wieder in der Schule unterrichtet werden, auch die stark betroffene Stufe 9. „Wir hoffen auf einen normalen Unterricht“, sagt Schulleiterin Bärbel Gröpper-Berger. „Soweit man unter diesen Umständen von normal sprechen kann.“

Gröpper-Berger hatte nach den ersten Corona-Fällen an ihrer Schule alle Schüler nach Hause geschickt und war damit weiter als alle anderen Schulleiter in Hamm gegangen. Die Infektionen traten in mehreren Stufen auf, zudem mussten gleich 39 Lehrer in Quarantäne. 101 Lehrkräfte hat die Schule nominell – wenn man Risikofälle, Schwangere und Langzeiterkrankte abrechnet, fehlte gut die Hälfte des Kollegiums.

Coronavirus an Schulen in Hamm: Zeit nach Lockdown gut genutzt

Immerhin, sagt Gröpper-Berger, sei die Schule vorbereitet gewesen. Das halbe Jahr seit dem ersten Lockdown habe man genutzt, die Lehrplattform IServ installiert und die Kollegen dafür fortgebildet. Die Nachteile des Distanzunterrichts verschweigt sie nicht: Oberstufenschüler kämen damit besser zurecht als die aus der Sekundarstufe I; und gerade bei benachteiligten Familien sehe man sehr deutlich, wie die Schere in Bildungsfragen auseinandergehe.

Bis zu den Herbstferien dürften alle Schüler und Lehrer, die noch in Quarantäne sind, an die Schule zurückkehren. Die Schulleiterin hofft, das Virus in ihrer Schule gestoppt zu haben und wünscht sich eine weiterhin geltende Maskenpflicht im Unterricht – nur so ließen sich Schüler und Lehrer schützen.

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