Schon 120 wilde Müllkippen in Bockum-Hövel gemeldet

Dauerproblem Containerstandort: Wie hier am Großen Sandweg in Hamm-Norden laden Unbekannte immer wieder auch ihren Hausmüll ab.
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Dauerproblem Containerstandort: Wie hier am Großen Sandweg laden Unbekannte immer wieder auch ihren Hausmüll ab.

Neben dem Ärger mit Hundekot sorgt auch immer wieder Abfall auf öffentlichen Flächen und in der Landschaft für Unmut bei den Bürgern. Wie Stadtsprecher Tobias Köbberling auf Anfrage mitteilt, wurden in Bockum-Hövel in diesem Jahr 120 wilde Müllkippen gemeldet und entsorgt.

Bockum-Hövel – Etwa zur Hälfte sei das Hausmüll und zu einem Drittel Sperrmüll gewesen. Der Rest entfalle hauptsächlich auf Bauabfälle und Autoteile. „Sondermüll kommt zum Glück relativ selten vor – es gab drei wilde Müllkippen“, teilt Köbberling mit. Bei dieser Aufzählung seien allerdings nicht die wilden Kippen aufgeführt, die die Teams direkt vor Ort – ohne Meldung von Bürgerinnen und Bürgern – im Rahmen ihrer sonstigen Arbeit entdeckt und entfernt hätten. Über diese werde keine Statistik geführt.

Problempunkt Containerstandort Großer Sandweg

Als neuralgische Punkte nannte Köbberling die Lipperandstraße, die Römerstraße und Barkerfeld. Ein besonderer Problempunkt aus Sicht der Anlieger liegt am Großen Sandweg im Hammer Norden. Es ist der Standort für Glas- und Altkleidercontainer. Vor dem Bau der Awo-Kita lag er an der Streuobstwiese, auf der jetzt die Kita steht. Mehrmals wöchentlich luden Unbekannte Müll aller Art ab. Auch am jetzigen – provisorischen – Standort setzt sich das fort. Endgültig sollen die Container auf dem neuen Parkplatz der Kita stehen. Ob es dort durch mehr soziale Kontrolle aus der Nachbarschaft besser wird, bleibt abzuwarten.

Nach wie vor setzt sich Bockum-Hövels Bezirksbürgermeister Hartmut Weber für Bezirksteams des Kommunalen Ordnungsdienstes und des Grünflächenamtes ein. „Mir liegt besonders Sauberkeit, Ordnung und Sicherheit in Bockum-Hövel am Herzen“, sagt er. Auch wenn bereits neue Mitarbeiter eingestellt wurden, befindet sich die Organisation dieser Teams noch im Aufbau. In diesem Jahr seien neue Mitarbeiter eingestellt worden, weitere sollen im kommenden Jahr folgen. Es gebe bereits Mitarbeiter vor Ort, die sich aber nur um das Straßenbegleitgrün kümmerten.

Das kann teuer werden

Zudem weist Weber darauf hin, dass es für sie ein herausforderndes Jahr sei. „Wir haben in diesem Jahr eine einmalige Vegetation, so viel Regen und Wachstum ist selten“, sagt er nicht umsonst, denn bei ihm landen viele Bürgerbeschwerden über wucherndes Grün auf dem Tisch. Die Teams seien umso mehr gefordert, als sie das Kraut nicht mehr mit dem inzwischen verbotenen, aber sehr wirksamen Glyphosat bekämpfen könnten.

Bei wilden Müllkippen sind in diesem Jahr in sechs Fällen Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet worden. Insgesamt 330 Euro (Summen zwischen 30 und 100 Euro) Gebühren wurden dafür angesetzt. Bei den Zahlen müsse man laut Köbberling miteinbeziehen: Der KOD hatte in den letzten fast anderthalb Jahren zahlreiche zusätzliche Corona-Beschränkungen zu kontrollieren, die natürlich Vorrang hatten.

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