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Neue Schilder: Stadt reagiert auf Unfallschwerpunkt an Radbodstraße

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Von: Cedric Sporkert

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Vor der Einfahrt zum Testzentrum bildet sich regelmäßig eine lange Schlange.
Vor der Einfahrt zum Testzentrum bildet sich regelmäßig eine lange Schlange. © Liesegang

Erst der Test, dann der Crash? Das Corona-Schnelltestzentrum an der Radbodstraße entwickelt sich mehr und mehr zu einem Unfallschwerpunkt. Die Polizei hat sich mittlerweile dort „eingerichtet“ und die Stadt ergreift Maßnahmen.

Hamm – Nach zwei Unfällen mit Verletzten und fast einem Dutzend weiterer Blechschäden hat die Stadt auf die prekäre Verkehrssituation rund um das Corona-Schnelltestzentrum der Akademie für Notfallmedizin an der Radbodstraße/Hafenstraße reagiert. „Wir haben uns bezüglich der Problematik Ende vergangener Woche mit der Polizei und dem Betreiber ausgetauscht“, sagte Stadtsprecher Tom Herberg. In der Folge sei am Montag an der Ausfahrt des Testgeländes beidseitig das sogenannte Verkehrszeichen 209 aufgestellt worden, das anzeigt, dass nur nach rechts abgebogen werden darf.

Durchgezogene Linie reicht nicht als Abschreckung

Schon vorher durften Autofahrer beim Verlassen des Areals nur nach rechts abbiegen, weil auf der Fahrbahn eine durchgezogene Linie aufgebracht ist. Das reichte offenbar nicht – oder war nur schlecht zu erkennen. „Die durchgezogene Linie, die es verbietet, ist schließlich erst nach Passieren von drei Fahrspuren zu sehen“, begründete Herberg die jetzige Maßnahme.

Schilder sollen Gefahrenstelle an der Radbodstraße entschärfen

Stadt, Polizei und Betreiber erhoffen sich durch die Schilder eine Entschärfung des Gefahrenschwerpunktes. „Wir gehen davon aus, dass die Verkehrsschilder zu einer deutliche Entspannung und mehr Übersichtlichkeit führen werden“, erklärte Herberg. Weitere Maßnahmen seien zunächst nicht angedacht. „Wir behalten die Situation aber im Auge und werden gegebenenfalls weiter nachsteuern, sollte sich die Thematik nicht deutlich verbessern.“

Vor dem Testgelände warten regelmäßig etliche Autofahrer auf Einfahrt in den Drive-In-Bereich. Teilweise stauen sich rund 30 Autos auf der rechten Spur der Radbodstraße in Richtung Norden. Das macht das Abbiegen unübersichtlicher, weil die aufgereihten Autos das Sichtfeld der Abbiegenden erheblich einschränken können – und Fahrer, die auf der Radbodstraße unterwegs sind, erst spät sehen, ob jemand in die Straße einbiegt. Bei zwei Unfällen, die exakt den gleichen Hergang hatten, waren in der vergangenen Woche drei Personen verletzt worden.

Ein 36-Jähriger – der nach Angaben der Polizei keinen gültigen Führerschein hatte – fuhr vom Parkplatz des Testzentrums nach links auf die Radbodstraße in Richtung Süden. Dabei stieß er mit dem Opel Meriva eines 32-Jährigen zusammen, der in Richtung Norden unterwegs war. Die Fahrer wurden jeweils per Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht, es entstand Sachschaden in Höhe von etwa 12.500 Euro. Schon am Dienstag war bei einem Unfall mit exakt gleichem Hergang eine 34-Jährige ebenfalls leicht verletzt worden.

Der Rückstau auf der Fahrbahn sei schwer zu vermeiden, erklärte Herberg. Aktuell werde überlegt, mit weiteren Schildern etwas weiter südlich entlang der Radbodstraße, frühzeitig auf die Situation am Testzentrum hinzuweisen.

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