Übergriff auf Frau in Asylheim: Urteil rechtskräftig

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Hamm/Dortmund - Der angeklagte türkische Asylbewerber hatte ganz offenkundig kein Interesse daran, ein Strafverfahren noch in zweiter Instanz voran zu treiben.

Selbst zur Überraschung seines Pflichtverteidigers ließ es der Angeklagte zu Beginn der Berufungsverhandlung vor dem Dortmunder Landgericht kundtun, dass er doch nicht gegen das erstinstanzliche Urteil des Hammer Amtsgerichts ankämpfen werde. Seine Verurteilung zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und zehn Monaten und 150 Stunden gemeinnütziger Arbeit wegen eines sexuellen Übergriffs und Körperverletzung ist somit rechtskräftig.

Dem 43-jährigen Türken ist die Höhe der Strafe vermutlich egal – er wird in Kürze in sein Heimatland abgeschoben. Ob die Strafe in der Berufungsverhandlung bestätigt oder womöglich aufgehoben wäre, ist nur noch Spekulation. Juristisch steht nun fest, dass der gelernte Kfz-Mechaniker eine flüchtige Bekannte in seiner damaligen Unterkunft am Nordenstiftsweg sexuell attackiert und dabei auch verletzt hatte.

Mit Gewalt geküsst und befummelt

Die 35-Jährige hatte den Landsmann flüchtig im Internet kennen gelernt und ihm bei einem der wenigen flüchtigen Treffen 50 Euro geliehen. Dieses Geld wollte sie sich am 22. November vergangenen Jahres zurückholen und suchte den säumigen Zahler in seiner damaligen Bleibe auf.

Ganz unvermittelt sei sie dann von dem Bekannten aufs Bett gezerrt, mit Gewalt geküsst und befummelt worden, so die Darstellung des Opfers vor dem Hammer Amtsgericht. Erst ihre entschiedene Gegenwehr hätte dem übergriffigen Treiben des Mannes ein Ende bereitet. Mit Schlafanzughose und Jacke bekleidet suchte der Mann das Weite, stellte sich aber später der Polizei.

In zweiter Instanz war die Frau auch wieder als Belastungszeugin geladen, brauchte ihrem Peiniger dann aber durch dessen Rücknahme der Berufung nicht erneut im Gerichtssaal begegnen.

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