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Schnelles Internet: „Weiße Flecken“ bis Ende des Jahres beseitigt

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Von: Gisbert Sander

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Wie wird der Breitbandausbau in Eitting laufen? Das ist gerade noch offen.
Der Breitbandausbau in Hamm mit schnellem Glasfaserkabel schreitet voran. © dpa

Der Breitbandausbau in Hamm schreitet voran: Die sogenannten „weißen Flecken“ mit Internetverbindungen unter 30 MBit pro Sekunde werden bis zum Jahresende verschwunden sein.

Hamm - Laut Helinet wurden bereits über 3500 Haushalte und rund 275 Unternehmen an das 350 Kilometer lange Glasfasernetz angeschlossen. Nach Auskunft von Markus Newe von der Helinet wurden weitere 300 Adressen nachgemeldet, die bis zum Jahresende angeschlossen sein werden. Laut Newe sind mit Glasfaser bis zu 1000 MBit pro Sekunde möglich. Eine Bundes- und Landesförderung in Höhe von jeweils 18,2 Millionen Euro hat den Ausbau das möglich gemacht.

Anders sieht das bei den „grauen Flecken“ aus, bei denen die Verbindungsgeschwindigkeit zwischen 30 und 100 MBit liegt, die Verbindungen also auch vergleichsweise langsam sind. „Da hat sich der Zeitplan in den vergangenen Monaten verändert und auch verzögert“, sagt Stadtsprecher Tom Herberg. Das liege auch daran, dass das Förderprogramm des Bundes da zweigeteilt ist – in graue und hellgraue Bereiche: Im hellgrauen Bereich können demnach alle Adressen unter 100 MBit gefördert werden, im grauen werde gefördert, wo es noch keine Glasfaserleitungen gibt.

„Im Rahmen einer strategischen Planung, die voraussichtlich im August abgeschlossen sein wird, geht es unter anderem um eine Kosten-Nutzen-Rechnung – sprich: Wie viele Haushalte können über die Förderung der hellgrauen Flecken angeschlossen werden, und macht das wirtschaftlich Sinn oder werden diese Haushalte eventuell ohnehin über die „grauen Flecken“ angeschlossen?“, sagt Herberg. Dazu habe es Anfang dieses Jahres eine Markterkundung für das gesamte Stadtgebiet bei den Telekommunikationsanbietern (Helinet, Telekom und andere) gegeben. Sie sollten mitteilen, welche „eigenwirtschaftlichen Ausbauplanungen“ sie für die nächsten drei Jahre haben.

Die Bürger werden erst dann befragt, ob sie einen schnellen Internetanschluss haben wollen, wenn mit dem Glasfaserausbau begonnen wurde. Die Akquise werde das Unternehmen übernehmen, das nach einer Ausschreibung den Zuschlag zum Breitbandausbau erhalten wird – bei den „weißen Flecken“ war das die Helinet mit den Stadtwerken. Förderanträge zur Beseitigung der „hellgrauen Flecken“ will die Stadt vermutlich im September stellen. Dann könnte Ende 2022 das Vergabeverfahren beginnen, Mitte 2023 könnte der Ausbau starten, der dann Ende 2023 abgeschlossen würde.

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