Spenden aus Hamm für Krisengebiet

Zweite Spendenaktion am Montag findet doch statt - keine Kleiderspenden möglich

Die Hilfsbereitschaft finden die Mitarbeiter von Jäschke richtig gut,
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Geschäftsführer Frank Jäschke ist vom Andrang so begeistert, dass er sich vom Chaos nicht beeindrucken lassen will.

Am Freitag brachten sechs Lkw der Firma Jäschke Spenden aus Hamm in die Hochwasser-Krisengebiete. Die geplante Aktion am Montag findet nun doch statt

Update, 18. Juli, 11.30 Uhr: Anders als am Samstag mitgeteilt, findet am Montag auch die zweite Spendenaktion für Flutopfer bei der Firma Jäschke an der Hafenstraße statt. Das erklärte Geschäftsführer Frank Jäschke der Lippewelle. Wichtig: Ab Montag 8 Uhr werden nur noch länger haltbare Lebensmittel, Trinkwasser sowie Hygieneartikel (Windeln, Toilettenpapier und Ähnliches) angenommen. Kleiderspenden oder Möbel und sonstige Waren werden nicht mehr angenommen.

Haltbare Lebensmittel sind unter anderem H-Milch, Kaffee, Konserven aber auch Süßigkeiten oder Kekse. Beim Trinkwasser geht es vor allem um stilles Wasser. Das könne auch zum Kochen benutzt werden.

Update, 17. Juli, 13.05 Uhr: Die Firma Jäschke wird am Montag keine neuen Spenden für die Hochwasser-Opfer annehmen. Das teilte Frank Jäschke am Samstag der Lippewelle mit. In den Krisengebieten seien nicht genug Helfer zum Verteilen, deshalb könne die Firma am Montagabend nicht noch einmal dorthin fahren. „Er wolle aber auf jeden Fall eine neue Aktion starten, wenn vor Ort solche Hilfseinsätze besser koordiniert werden könnten. Die Spenden, die am Freitag an der Hafenstraße abgegeben wurden, sind aber jetzt schon direkt vor Ort“, berichtet die Lippewelle. Ein Lkw mit 20 Tonnen Lebensmitteln, Wasser und Frischwassercontainern sei am Samstagmorgen in einem betroffenen Dorf abgeladen, die restlichen fünf Lastwagen seien in ein weiteres Dorf geleitet worden.

Spenden für Flutopfer: Andrang bei Hilfsaktion übertrifft Erwartungen

[Erstmeldung] Hamm - Das Transportunternehmen Jäschke will den Hochwasseropfern kurzfristig helfen. Die Firma nimmt heute (Freitag) Spenden an. Die Hilfsbereitschaft der Hammer ist riesig. Derart viele Menschen machten sich auf den Weg, dass die Straßen vor der Firma verstopften.

Die Mitarbeiter bitten darum, dass sich nun erst einmal keiner mehr auf den Weg macht. Am Montag werden wieder Spenden angenommen. „Die Hilfsbereitschaft ist überwältigend“, sagt Mitarbeiterin Janette Tillack, die sich um die Aktion kümmert.

Hammer Spenden für Flutopfer tröpfeln nicht, sondern strömen zu Logistiker Jäschke an der Hafenstraße

Hammer Spenden für Flutopfer tröpfeln nicht, sondern strömen zu Logistiker Jäschke an der Hafenstraße
Hammer Spenden für Flutopfer tröpfeln nicht, sondern strömen zu Logistiker Jäschke an der Hafenstraße
Hammer Spenden für Flutopfer tröpfeln nicht, sondern strömen zu Logistiker Jäschke an der Hafenstraße
Hammer Spenden für Flutopfer tröpfeln nicht, sondern strömen zu Logistiker Jäschke an der Hafenstraße
Hammer Spenden für Flutopfer tröpfeln nicht, sondern strömen zu Logistiker Jäschke an der Hafenstraße

Feuerwehr hilft im Hochwassergebiet

Die volle Tragik der Hochwasser-Folgen kommt erst nach und nach ans Licht. Was viele Hammer „nur“ übers Fernsehen schockt, bekommen Hammer Hilfskräfte vor Ort tatsächlich hautnah zu spüren.

Ein Mitarbeiter habe die Aktion angeregt, sagt Geschäftsführer Frank Jäschke. Der Mitarbeiter engagiert sich beim Verein „Kinder brauchen unsere Hilfe“ (Kibuh) in Westtünnen. „Er hat gesagt: Chef, können wir was machen? Ich sag: Ja“, erzählt Jäschke.

Fünf große Lkw sollten sich am Freitag auf den Weg ins Krisengebiet machen, sagt Tillack. Wohin genau die Lastwagen fahren, sollte ein Mitarbeiter in Absprache unter anderem mit dem Technischen Hilfswerk klären. „Wir werden vermutlich mehrere Punkte anfahren“, sagt Jäschke. Außerdem wird geklärt, welchen Strecken überhaupt passierbar sind - schließlich stecken an vielen Orten Lastwagen fest.

Jäschke will auch am Montag noch einmal fahren.  Am Montag können die Hammer erneut bis 16 Uhr Spenden vorbeibringen.

Die Lage in den Hochwassergebieten ist dramatisch. Zahlreiche Menschen sind gestorben, viele Häuser eingestürzt. In einigen Orten ist das Trinkwasser verschmutzt, manche Menschen haben ihren Besitz verloren oder können ihn nicht erreichen.

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