Viele Unfälle, Verspätungen

Kritik am Winterdienst nach Schneeproblem im Frühverkehr

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Weiße Straßen am frühen Dienstagmorgen am Rathaus.

Hamm - Neuschnee hat zum Frühlingsbeginn in Hamm für überraschend große Glätteprobleme im Straßenverkehr gesorgt. Die Polizei verzeichnete zahlreiche Unfälle, Linienbusse hatten Verspätung. Laut ASH waren die Probleme nicht vorhersehbar.

Kaum fiel am Dienstag gegen 4 Uhr der erste Schnee auf den seit Tagen wieder tiefgefrorenen Boden, wurde dieser tückisch glatt, und es krachte an etlichen Stellen im Stadtgebiet. Bis 10.30 Uhr hatte die Polizei rund 45 glättebedingte Unfälle abgearbeitet, sagte Polizeisprecher Christopher Grauwinkel auf WA.de-Nachfrage. Zum Glück blieb es in allen Fällen bei Blechschäden; Informationen über Verletzte gab es nicht.

Auch die Busse hatten wieder Probleme. So meldeten die Stadtwerke zwischenzeitlich im Durchschnitt rund 30 Minuten Verspätung. Viele Busse standen in den Straßenstaus, zudem konnten einzelne Bushaltestellen - etwa Goldsternstraße und Asternstraße - wegen Rutschgefahr nicht angefahren werden. Gegen 9.30 Uhr lief der Linienbusverkehr auf allen Strecken wieder plangemäß.

ASH: Schnee so nicht zu erwarten gewesen

Symbolbild

Vor allem über verschiedene Facebookseiten machten viele Leser ihrem Unmut über nicht oder zu spät geräumte und gestreute Straßen Luft. Beim zuständigen Dienst ASH zeigte man sich in jeder Form überrascht. Wie Geschäftsführer Reinhard Bartsch gegenüber WA.de einräumen musste, seien solche Niederschläge nicht erwartet worden. Man verlasse sich auf die Informationen zweier Profidienste - und beide hätten für den Dienstagmorgen eine "trockene Kälte vorhergesagt".

Aus diesem Grund habe es in der Nacht lediglich die übliche Notbereitschaft gegeben, die zum Beispiel für individuelle Gefahrsituationen wie Wasserrohrbrüche gewappnet sei. Als dann zwischen 4 und 5 Uhr der Schneefall einsetzte, seien eben nur zwei Streufahrzeuge schnell auf den Straßen gewesen. Die entsprechende Entscheidung des Einsatzleiters sei "diesmal absolut richtig", weil alternativlos, gewesen.

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Erst gegen 6 Uhr habe der ASH dann einen "Volleinsatz" mit acht Großstreuern, fünf Kleinstreuern und zusätzlichem Personal ("alles was sich bewegen konnte") fahren können. Das sei natürlich "zu spät" gewesen, so der ASH-Chef, um die Straßen und Wege anständig frei zu bekommen.

Für die Nacht von Dienstag auf Mittwoch sei der ASH übrigens besser gewappnet, ergänzte Bartsch. Die angekündigte hohe Luftfeuchtigkeit lasse gefährliche Reifglätte erwarten.

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