Vermietung von Neubau an Seeburger Straße läuft an

Gammel war gestern: "Anfragen ohne Ende" im Hammer Norden

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Endspurt an der Münsterstraße: Die 30 neu geschaffenen Wohnungen (rechts) sollen schon bald bezugsfertig sein. Links im Bild die Hochhaus-Situation im Januar 2017.

Fünf Jahre sind seit dem Kauf der Schrottimmobilie Münsterstraße/Heessener Straße durch die Stadtentwicklungsgesellschaft (SEG) Hamm vergangen, drei Jahre seit Abrissbeginn. Frisch angelaufen ist nun die Vermietung der Wohneinheiten.

Hamm – Die 30 Wohneinheiten unter der neuen Anschrift Seeburger Straße 1 und 3 stehen kurz vor der Fertigstellung. Mietbeginn wird der 1. November 2020 sein. Das kündigte Geschäftsführer Reinhold Gierse von der ausführenden Baufirma Heckmann im Beisein von Vertretern aus Politik und Verwaltung vor wenigen Tagen bei einem Ortstermin an.

Alle 30 Einheiten, die eine Größe zwischen 47 und 67 Quadratmetern haben, sind sozial gefördert. Das heißt, die Kaltmiete wird bei 5,55 Euro pro Quadratmeter liegen. Laut Gierse ist mit Betriebskosten von etwa 2,25 Euro/Quadratmeter zu rechnen. Mieter benötigen einen Berechtigungsschein. Zwei 67 Quadratmeter große Einheiten seien für Rollstuhlfahrer ausgelegt, so Gierse, alle Wohnungen seien barrierefrei. Der Gesamtkomplex verfügt über mehrere Aufzüge.

Anfragen lägen bereits „ohne Ende“ vor, so Philipp Krampe, der bei Heckmann für die Vermietung zuständig ist. Man gehe davon aus, dass die Wohnungen zügig vergeben seien. Das Unternehmen werde Begehungen durchführen.

Allerdings, so machte Heckmann-Geschäftsführer Gierse deutlich, wolle man bei der Vermietung „weg vom schlechten Image“, das der Standort vorher genossen habe. Man strebe einen guten Mietermix an. Anfragen beispielsweise von vier- und mehrköpfigen Familien werde man angesichts der Größe der Wohnungen eine Absage erteilen. „Das ist hier nicht realistisch“, sagte er.

Schimmel bis zur Decke und mumifizierte Ratten

Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann betonte, die Zeit der „prekären Unterbringungen“ an dieser Stelle sei durch das Eingreifen der Kommune und des Staates beseitigt worden. Das sei „ein Herzensanliegen der Politik und der Heessener“ gewesen. Bei früheren Begehungen erinnere er sich an Schimmel bis zur Decke und mumifizierte Ratten im Treppenhaus. Dass es Hamm bei Corona zuletzt nicht so hart getroffen habe wie den Kreis Gütersloh in bestimmten Teilen, habe auch mit der Zerschlagung dieser Wohnverhältnisse zu tun.

Heckmann-Geschäftsführer Gierse sprach von „anspruchsvollen Wohnungen“. Alle verfügen über Balkon beziehungsweise Terrasse in Südausrichtung (also weg von der Heessener Straße), einen zusätzlichen Abstellraum und einen Pkw-Stellplatz. Der Innenhof werde begrünt. Aus dem Obergeschoss bleibe der Blick auch nach Fertigstellung des Mehrgenerationenwohnens in der Nachbarschaft frei in Richtung „Erlebensraum Lippeaue“. Rund vier Millionen Euro wird Heckmann hier nach eigenen Angaben am Ende verbaut haben. Der Kosten- und Zeitplan werde eingehalten.

Gang durch das Hochhaus an der Heessener Straße

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