Schlusslicht bei den Straftaten: Uentrop ist vergleichsweise sicher

+
Es sind längst nicht immer Kriminelle, die für Polizeieinsätze sorgen. Die Sternfahrt hunderter Trecker-Fahrer endete im November auf dem großen Maxipark-Parkplatz an der Ostwennemarstraße. Die Demonstration der Landwirte verlief friedlich. Die Polizei zählt diesen Großeinsatz zu den bedeutenden im vergangenen Jahr.

Wer Opfer einer Straftat geworden ist, wird als persönlich Betroffener anders darüber denken, aber laut Polizeistatistik ist der Stadtbezirk Uentrop wieder ein bisschen sicherer geworden. Die Zahl der Straftaten sank 2019 auf das Niveau von vor zehn Jahren.

Schlusslicht zu sein, kann auch etwas Gutes haben. Beim Verhältnis der von der Polizei erfassten Straftaten zur Einwohnerzahl kommt der Stadtbezirk Uentrop mit 3,4 Prozent auf den stadtweit untersten Platz, gefolgt von Pelkum und Rhynern mit rund 3,7 Prozent. In den vergangenen Jahren lag die Zahl der Straftaten teils deutlich über 1000, wie etwa 2016 mit 1260 Fällen.

Vor zehn beziehungsweise elf Jahren zählte die Polizei mit 920 und 801 Taten aber deutlich weniger – soweit die absoluten Zahlen. Entscheidender für das Sicherheitsgefühl ist die Art der Straftat. Aber auch in diesem Punkt lässt der Jahresbericht 2019 des Polizeipräsidiums Hamm den Schluss zu, dass es im Hammer Osten wieder ein bisschen sicherer geworden ist.

Tötungsdelikte sind ohnehin selten

Die letzte Tat dieser Art liegt im Stadtbezirk mehr als drei Jahre zurück, als ein 25-Jähriger an der Feuerdornstraße seinen 84-jährigen Großvater erschlagen hatte. Die Polizei zählte im vergangenen Jahr dennoch 21 gefährliche Körperverletzungen in Uentrop. Das sind 15 weniger als im Vorjahr.

Sie ist die erste Bezirkspolizistin in Uentrop

Mit sechs Raubdelikten verzeichnete die Polizei in diesem Bereich – über einen längeren Zeitraum betrachtet – den niedrigsten Wert. Lag die Zahl der Sexualdelikte in den vergangenen Jahren im Durchschnitt bei etwa 14, sank sie zuletzt auf noch 9 Taten. Der so genannte Wohnungseinbruchsdiebstahl ist das einzige Delikt unter den im Einzelnen im Jahresbericht aufgeschlüsselten Straftaten, bei dem die Polizei im vergangenen Jahr einen leichten Anstieg im Stadtbezirk Uentrop verzeichnete. Ihre Zahl lag wiederholt und mit zuletzt 19 Fällen (plus zwei) aber immer noch auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau. Dreimal mehr waren es noch 2016. Oft sind hier Serientäter am Werk. Werden sie gefasst, sinkt die Zahl der Einbrüche auffällig stark.

Deutlich weniger Fahrraddiebstähle

Deutliche Rückgänge lassen sich bei den Fahrraddiebstählen erkennen. In den vergangenen fünf Jahren sanken die angezeigten Fälle von 145 auf 79. Ähnlich ist es bei den Taschendiebstählen. Mit 14 Taten 2019 hat sich ihre Zahl im Vergleich zu den vergangenen Jahren in etwa halbiert. Um immerhin fast 40 Prozent gingen die Sachbeschädigungen zurück. 125 Fälle stellte die Polizei 2019 fest.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare