Schloss Oberwerries bleibt Baustelle

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Die Stadt will in den kommenden zwei Jahren Millionenbeträge in die Erhaltung des ihr gehörenden Schlosses Oberwerries investieren.

Hamm - Hamms gute Stube, das Schloss Oberwerries, wird die Stadt in den kommenden Jahren mehrere Millionen Euro kosten. Gerade erst ist das Torbogenhaus modernisiert worden, da stehen schon weitere teure, dringend notwendige Sanierungsmaßnahmen an.

Diesmal betrifft das das Haupthaus. Dach und Fassade des Denkmals müssen aufwändig restauriert werden, später soll noch die Gräftesanierung folgen. Im Frühjahr 2017 steht erst einmal das Gebäude im Fokus. Die tragende Dachkonstruktion ist schadhaft. Deckenbalken und Auflagerpunkte müssen ausgetauscht werden, heißt es in einer Beschlussvorlage für den Haupt- und Finanzausschuss am 5. Dezember. Schäden an Holzbalken und Knotenpunkten seien mit dem bloßen Auge erkennbar. Auch Teilsanierungen des Daches mittels Stahlprofilen in den 50er und 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts müssten in dem Zuge ebenfalls überprüft werden. 

Schadhaft ist auch die teilweise vorhandene Dämmung des Dachbodens, die ohnehin unzureichend sei und heutigen Maßstäben nicht mehr genügt. Die Dämmung soll entfernt und durch eine durchgängige neue Dämmung ersetzt werden. Abgängig ist auch die Dacheindeckung, so dass eine komplette Neueindeckung des Schlossdachs vorgesehen ist. 

Die Fassadensanierung sieht die Reinigung und Ausbesserung der Fugen sowie den Ersatz für abgängiges Material durch einen Steinmetz vor. Die Sanierung ist außerdem an Vorgaben des Denkmalschutzes gebunden; beispielsweise müssen bestimmte Mörtelrezepturen eingehalten werden. Auch bezüglich der Natursteine und der Balkenkonstruktion war eine enge Abstimmung mit der Denkmalbehörde notwendig. Insgesamt sind für diese Arbeiten 1,5 Millionen Euro eingeplant. Der größte Teil, gut 1,4 Millionen Euro bleiben muss die Stadt als Eigentümerin selbst aufbringen. Einen Zuschuss von 76 500 Euro gibt es aus dem Kommunalinvestitionsförderungsgesetz. 

In einem weiteren Bauabschnitt ist im Jahr 2018 die Gräftesanierung vorgesehen. Die geschätzten Kosten dafür wurden mit 1 Million Euro kalkuliert.

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