Auszeichnung und Renovierung

„Schlemmer-Atlas“ zählt Wielandstuben-Koch Lukas Erfurth zu den Top-50-Köchen

Lukas und Ronja Erfurth von den Wielandstuben.
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Freuen sich über die Auszeichnung und die abgeschlossene Renovierung: Lukas und Ronja Erfurth von den Wielandstuben.

Hohe Auszeichnung für Lukas Erfurth von den „Wielandstuben“: Ihm und seiner Frau Ronja wurde nach einer umfangreichen Renovierung mitgeteilt, dass er im neuen „Schlemmer-Atlas“ der Busche Verlagsgesellschaft (früher ARAL-Schlemmeratlas) zu den Top-50-Köchen Deutschlands gezählt wird.

Wiescherhöfen – Im Restaurant Wielandstuben hat sich einiges getan: Aufgrund von umfassenden Renovierungs- und Sanierungsarbeiten öffnete das Restaurant nicht direkt nach dem letzten Lockdown, sondern erst am 1. Juli. Kurz darauf erhielt Inhaber und Küchenchef Lukas Erfurth bestätigt, dass der Weg, den er und seine Frau Ronja bislang eingeschlagen haben, der richtige ist und er zu den Top-50-Köchen gehört.

„Das ist natürlich eine Ehre und dieser Führer ist auch der einzige, der diese Bewertung in Bezug auf die Köche vornimmt“, sagt Erfurth. Das Wichtigste sei ihm die Zufriedenheit seiner Gäste. „Die Tests zu den Auszeichnungen finden ja anonym statt und es bestätigt nicht nur mich, sondern das Wirken unseres gesamten Teams im Einsatz für den Gast“, sagt Erfurth bescheiden. Die Preisverleihung soll im Hotel Steigenberger Frankfurter Hof stattfinden.. Freuen kann sich auch Ronja Erfurth, die nach dem Besuch des International Wine Institute (IWI), der Fachschule für Sommeliers in Bad Neuenahr-Ahrweiler, vor der IHK Koblenz ihre Prüfung zur Sommelière erfolgreich ablegte

Renovierungsarbeiten in allen Bereichen - späte Eröffnung

Die späte Eröffnung hängt aber vor allem mit den Renovierungsarbeiten zusammen, die in allen Bereichen durchgeführt wurden. „Beim letzten Lockdown haben wir zunächst alle gehofft, dass wir im Februar wieder loslegen können“, sagt Erfurth. Als auch eine Wiedereröffnung nach Ostern unsicher wurde, beschlossen er und seine Frau nun all die Arbeiten umzusetzen, die sie für die Zukunft bereits ins Auge gefasst hatten.

Die Fenster und Lichtkuppeln wurden umfassend erneuert und sind inzwischen alle auch zu öffnen. „Das war uns gerade jetzt, angesichts der Corona-Problematik wichtig“, erklärt der Koch. Im Eingangs- und Terrassenbereich wurde das Pflaster aufgenommen und neu verlegt, eine neue Bestuhlung und Schirme für den Terrassenbereich angeschafft, auf dem Dach wurde eine große Photovoltaik-Anlage aufgebracht, die Keramik in den Sanitärbereichen wurde erneuert, neue Küchen-, Zapf- und Kühltechnik wurde eingebaut.

Charme und Optik des Restaurants erhalten

Und das war längst nicht alles: Die Lüftungs- und Lichtanlage wurde umfassend überarbeitet und erneuert, Maler- und Lackiererarbeiten durchgeführt und ein Schreiner arbeitete das gesamte Mobiliar auf. „Wir wollten ja nicht alles verändern, sondern den Charme und die Optik des Restaurants erhalten“, so Erfurth. Darum wurde auch der vorhandene Teppich mit dem Logo der Wielandstuben aufwendig aufgearbeitet. Zusätzlich sind Lüftungsgeräte mit Filtern angeschafft worden, die vorsichtshalber gleich doppelt so stark dimensioniert wurden, wie der gemessene Bedarf war. „Das kommt ebenso unseren Gästen, wie unserem Personal zugute“, sagt Erfurth. Die Mitarbeiter seien zwar inzwischen alle doppelt geimpft, doch wer jeden Abend mit 50 bis 60 Menschen zu tun habe, der solle sich sicher fühlen können.

Die späte Neueröffnung hing auch mit Lieferschwierigkeiten bei den Baustoffen zusammen, und in der letzte Juli- und ersten Augustwoche war wegen verschiedener Restarbeiten nochmals geschlossen. Die Bauarbeiten kosteten letztendlich einen sechsstelligen Betrag.

Gerührt über Verhalten von Mitarbeitern und Stammkunden

Die letzte Schließungsphase nutzte Erfurth auch, um den Mitarbeitern seine Wertschätzung zu zeigen: „Natürlich haben wir in der Pandemiezeit auch Verluste geschrieben“, sagt er. Doch in diesen zwei Wochen habe er seinen Mitarbeitern angeboten, Urlaub zu nehmen, und auch Urlaubsgeld gezahlt. „Diese Zeit war wirklich besonders und ich war immer wieder ganz gerührt, wie sehr unsere Stammkunden und Mitarbeiter zu uns gehalten haben“, sagt Erfurth.

Durch die Abstandsregeln sei die Tischbelegung rund 40 Prozent geringer als vor der Pandemie, doch seien die Erfurths froh, wieder Gastgeber sein zu können. „Wir sind durchschnittlich für zwei Wochen voll ausgebucht. Das macht Mut“, sagt der Gastronom.

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