Entdeckung beim Spaziergang in Haaren

„Überraschend“ lange Blindschleichen in Uentrop

Etwa 30 Zentimeter lang ist die Blindschleiche, die Markus Meyer in Hamm-Haaren entdeckte
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Seltener Anblick: Etwa 30 Zentimeter lang ist die Blindschleiche, die Markus Meyer in Haaren entdeckte. Keine Sorge, die Blindschleiche ist ungefährlich. Sie ist übrigens gar keine Schlange.

Was sich da vor ihm auf dem Weg schlängelte, überraschte Markus Meyer. Eine Schlange war es nicht, das wusste er. Aber die Blindschleiche fand er ziemlich lang. Andere sichteten offenbar noch längere im Osten der Stadt.

Haaren – Markus Meyer und sein Dackel Snoopy drehten gerade ihre allabendliche Runde, als etwas auf dem Boden Snoopys Aufmerksamkeit erregte. Neugierig schnupperte er an dem fast dreißig Zentimeter langen Tier, das dort starr vor Schreck vor ihm lag.

Markus Meyer trat neugierig näher und begutachtete den Fund: eine Blindschleiche war es, die den Werseradweg in Haaren nutzte. „Meine erste Blindschleiche habe ich als Kind im Sauerland gesehen. Auch in Schmoisen konnte ich schon eine beobachten. Aber die waren beide kleiner“, erzählt Meyer.

Blindschleichen in Haaren

Als Naturfreund weiß Meyer über das Tier Bescheid: „Blindschleichen sind keine Schlangen, sondern Echsen, allerdings ohne Füße.“ Die Befürchtung, dass von Blindschleichen Gefahr ausgehe, sei unbegründet. Eher dienen sie selbst anderen Tieren wie Fuchs, Igel, Wildschwein und Ratten sowie zahlreichen Vögeln (Störche, Reiher, Greifvögel, Eulen, Rabenvögel) als Futter. In Siedlungsnähe des Menschen sind vor allem Hauskatzen, Hunde und Hühner eine Gefahr für Blindschleichen.

Nicht zuletzt die intensive Land- und Forstwirtschaft, Flurbereinigung, Flächenentwässerung, Straßenverkehr, Siedlungs- und Straßenbau, das Mähen von Gras-Stauden-Randstreifen und Wiesen, die Beseitigung von Versteckplätzen und das „Aufräumen“ von „unordentlichen“ Böschungen bedrohen die Tiere.

Blindschleiche vom Werse-Radweg ins Gras befördert

Meyer tat daher vermutlich das einzig richtige: Er beförderte die Blindschleiche vom Radweg weg ins Gras, damit nicht der nächste Radfahrer versehentlich ihrem Leben ein Ende bereitet.

Kaum, dass sich die Begegnung mit der schlängelnden Nachbarin herumgesprochen hatte, meldete sich Meyers Kumpel Jörg Gerling bei ihm. Bei einem Spaziergang mit seiner Frau Marietta im Uentroper Wald hatte ein über 50 Zentimeter langes Exemplar ihren Weg gekreuzt. So selten scheinen diese Echsen im äußersten Hammer Osten also gar nicht zu sein.

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