Schildbürgerstreich am Kanal?

Sind so schöne Bänke, kommt man nur nicht hin...

Bank mit Modellcharakter: Trotz des schönen Standorts wird hier auf lange Sicht wohl niemand sitzen.
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Eingesperrt oder ausgesperrt? Trotz des schönen Standorts wird hier auf lange Sicht wohl niemand sitzen.

Vermutlich reicht es nicht fürs Schwarzbuch der Steuerzahler, doch skurril mutet der Anblick schon an: Direkt vor der einst spektakulär abgerutschen Spundwand am Datteln-Hamm-Kanal steht eine schicke neue Sitzbank. Wer sie nutzen will, hat ein Problem.

Hamm - Auf Initiative der Stadt Hamm wurden und werden entlang des Kanals beidseits der Fährstraße etliche Sitzbänke mit einer attraktiven neuen Verplankung versehen oder sogar neu aufgestellt. Kostenpunkt: rund 19.000 Euro. Eine der Bänke sorgt bei Passanten allerdings für Heiterkeit, weil sie auf Höhe des früheren Reitervereins absehbar ein Schattendasein fristen wird.

Denn genau an dieser Stelle kippte vor mehr als 14 Monaten ein großer Teil der Kanal-Spundwand weg. Die dadurch gebildete Gefahrenstelle ist noch immer nicht repariert und noch dazu mit einem hohen Zaun gegen unfallträchtiges Betreten gesichert. An das Aufbereiten besagter Bank inmitten dieses Käfigs und auf sichtbar losem Untergrund änderte das allerdings nichts.

Ob die schöne neue Bank also jemals genutzt werden kann, ist äußerst zweifelhaft: Denn zum einen wurde ein möglicher Reparaturzeitpunkt der Spundwand - zuständig ist das Wasser- und Schifffahrtsamt Rheine (WSA) - noch immer nicht kommuniziert, und andererseits dürfte das gute Stück die Arbeiten an diesem Standort dann wohl kaum überleben. Bis es soweit ist, wird die Bank in ihrem geschützten „Schauraum“ aber immerhin weiter wie neu aussehen...

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