Täglich von 8 bis 17 Uhr

Für in Schieflage geratene Unternehmen: Corona-Krisen-Hotline der Wirtschaftsförderung

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Symbolbild

[Update 18:51] Hamm - Die Wirtschaftsförderung Hamm hat wegen der Corona-Welle eine Hotline für Firmen eingerichtet, die mit den Auswirkungen auf die Wirtschaft zu kämpfen haben. Kleinstunternehmen steht das Wasser bis zum Hals.

60 (Klein-)Unternehmer wandten sich bereits am Montag hilfesuchend an die Wirtschaftsförderung. „Das waren Gastwirte, Einzelhändler, Fitness-Dienstleister, Physiotherapeuten, Fahrschulen, Tagespfleger: All diejenigen, die Kontakt mit Menschen haben, stehen jetzt vor einem Riesenproblem“, sagte Martin Löckmann, Prokurist und Leiter der Unternehmensentwicklung bei der WFH.

Auch bei den heimischen Banken seien die Telefone heiß gelaufen. Den kleinen Unternehmen stehe jetzt das Wasser bis zum Hals. Zur Überbrückung bräuchten sie dringend Geld. „Bei einem geht es um 10.000 Euro, beim Nächsten um 20.000 Euro, und bisweilen sind es auch 40.000 Euro“, so Löckmann. Entscheidend für die Unternehmer sei natürlich das Bankengespräch.

Großer Bedarf nach Informationen

"Angesichts der rasanten Ausbreitung des Coranavirus‘ haben uns in den zurückliegenden Tagen erste Hilferufe aus der Wirtschaft erreicht. Wir bitten alle Unternehmer, deren Firmen sich aktuell in Notsituationen befinden, uns ihre konkrete Lage zu schildern", begründet die Wirtschaftsförderung die Maßnahme. 

„Wir stehen im ständigen Kontakt mit den Wirtschaftsministerien des Landes und des Bundes in Düsseldorf und Berlin“, sagte Wirtschaftsförderer Dr. Karl-Georg Steffens. „Unsere Abgeordneten aus Land und Bund unterstützen unsere Bemühungen in der Informationsbeschaffung und darüber hinaus bei Hilfen von unverschuldet in Not geratenen Unternehmen.“

Täglich von 8 bis 17 Uhr erreichbar

Als Sofortmaßnahme hat die Wirtschaftsförderung eine Service-Hotline „Krisenhilfe Unternehmen“ eingerichtet. Unter der Rufnummer 02381/9293-444 erreichen Betroffene täglich von 8 bis 17 Uhr einen fachkundigen Ansprechpartner.

„Wir sind Krisenkontaktstelle für die Hammer Unternehmen“, sagte Löckmann. Das System habe sich in mehr als 20 Jahren bewährt. Unter anderem hatte das Team nach der Finanzkrise 2008 Hammer Firmen beraten.

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Nicht jede Hilfe passt zu jeder Firma

Nicht jedes Hilfsangebot passe auf den Einzelfall. Immer müsse zuerst aus fachlicher Sicht geprüft werden, welche Angebote in der konkreten Lage eines Unternehmens passen. Da gehe es um Themen wie Überbrückung von Liquiditätsengpässen, Kurzarbeitergeld sowie um Unterstützungsleistungen für von Quarantäne betroffene Betriebe.

„Unsere Fachberater sind immer auf dem neuesten Stand und stehen den Hammer Unternehmern gerade in Krisenzeiten mit Rat und Tat zur Seite“, so Löckmann.

Regelung für Kurzarbeitergeld gelockert

Fest steht zu diesem Zeitpunkt, dass das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie die Regelung für das Kurzarbeitergeld lockern wollen. Damit sollen die Folgen der Coronavirus-Epidemie für die Unternehmen abgemildert werden. Die Gesetzesvorlage wird im Schnellverfahren im Bundestag und im Bundesrat beraten und soll Anfang April in Kraft treten.

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