Innenstadtkirmes

Trotz Corona: Schausteller stehen für den Stunikenmarkt in den Startlöchern

Die Karussells sollen sich in diesem drehen, die Schausteller stehen für das große Volksfest   in den Startlöchern
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Die Karussells sollen sich in diesem drehen, die Schausteller stehen für das große Volksfest in den Startlöchern

Die fünf Tage zwischen dem 17. und 21. September sind ganz dick im Kalender von Udo Röhrig eingetragen. Dann soll der Stunikenmarkt rund um die Hammer Pauluskirche stattfinden

Hamm – Der Vorsitzende des Schaustellervereins „Hand in Hand Hamm“ - Udo Röhrig - plant so, als ob die beliebte Kirmes im Herzen der Stadt Hamm stattfinden kann und ist optimistisch. „Die Verträge mit den Schaustellern sind gemacht, die Konzepte mehr oder weniger fertig“, sagt Röhrig. Es könnte das erste größere Volksfest sein, dass nach der Corona-Krise wieder stattfinden kann. Nachdem auch die Cranger-Kirmes abgesagt wurde, hoffen die Schausteller auf einen Auftritt in Hamm.

Angesichts der Entwicklung und der Corona-Zahlen und der Dynamik beim Impfgeschehen wecken in Röhrig die Hoffnung, dass der Markt stattfinden kann. Und das wäre natürlich für alle Besucher eine Möglichkeit, nach Monaten der Entbehrungen sich wieder zu amüsieren, zu bummeln und das Volksfest zu genießen.

Ob der allerdings genau so wie man ihn kennt, steht indes noch lange nicht fest. „Ob wir bestimmte Auflagen erfüllen müssen, wird sich zeigen“, so Röhrig. Mit der Stadt Hamm stehe er in Kontakt. Ohnehin benötigten er und seine Vorstandskollegen vom Schaustellerverein keine allzu große Vorlaufzeit: „Wir können in die Schublage greifen und die Pläne herausnehmen“.

Bewerbungen habe es genügend gegeben. Röhrig: „Es findet ja nichts anderes statt.“ Er plane mit seinen Vorstandskollegen jedenfalls so, als wenn es keine Einschränkungen mehr geben wird. Auch wenn die aktuelle Corona-Schutzverordnung des Landes NRW ein Verbot aller Großveranstaltungen bis zum 30. Juni 2021 vorsieht und niemand genau wissen könne, wie es weitergeht. „Wir sehen aber ein Licht am Ende des Tunnels und sind optimistisch“, so Röhrig.

Der Optimismus, der vielen Schaustellern zu eigen ist, hat in den vergangenen Monaten allerdings erheblich gelitten. „Immer, wenn wir dachten, dass wir Geld verdienen konnten, wurde uns ein Strich durch die Rechnung gemacht.“ Der geplante Freizeitpark zu Pfingsten an den Zentralhallen jedenfalls kann auch nicht stattfinden.

„Wenn dann auch noch außerplanmäßige Ausgaben dazukommen, dann kann man schon verzweifeln“, sagt der Schausteller. Bei ihm war es so. Nach einem TÜV-Besuch musste er einen hohen Betrag investieren. „Da überlegt man zu dieser Zeit mehrmals, ob das überhaupt noch lohnt.“ Röhrig hat investiert.

Plan B für den Fall der Fälle

Trotz aller Zuversicht hat er sich mit dem Verein „Hand in Hand“ einen Plan B zurecht gelegt. Falls der Stunikenmarkt nicht rund um die Pauluskirche aufgebaut werden kann, dann könnte im September am Platz vor den Zentralhallen wieder ein Freizeitpark aufgebaut werden. Das hat vor einem Jahr schon ein mal funktioniert. Um die Mini-Kirmes vor den Zentralhallen möglich zu machen, mussten die Schausteller ein dickes Corona-Regelpaket stemmen. „Auch diesen Kraftakt würden wir im Fall der Fälle unternehmen“, so Röhrig.

Mit den Zentralhallen habe er inzwischen Kontakt aufgenommen, um einen eventuellen Termin zu reservieren. Der Freizeitpark soll allerdings der Plan B sein. Röhrig: „Wir wollen in die Innenstadt und freuen uns auf den Stunikenmarkt.“

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