Betrunkene bedrohen Polizisten

Mit scharfer 9mm-Waffe im Zug? Bundespolizei muss bei Einsatz in Hamm hart durchgreifen

Person in Handschellen
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Zwei renitente Bahnreisende mussten gefesselt werden.

Er habe eine 9mm-Waffe dabei, sagte ein besonders renitenter Bahnreisender der Bundespolizei. Sie wurde zu einem Einsatz an den Hauptbahnhof Hamm gerufen - und musste besonders hart durchgreifen.

Hamm - Nach einem Einsatz am Hammer Hauptbahnhof hat die Bundespolizei Ermittlungsverfahren gegen zwei Männer aus Lippstadt eingeleitet. Zu den Vorwürfen gehört unter anderem Bedrohung, Beleidigung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamten.

Die Bundespolizei teilt mit, dass sie am Samstag gegen 00:40 Uhr wegen zwei renitenten Fahrgästen zum Bahnhof gerufen wurde: Die Männer hatten offenbar einen anderen Fahrgast bedroht und die Mitarbeiter des Sicherheitsunternehmens beleidigt. Außerdem hätten sie mit dem Besitz einer Schreckschusspistole gedroht.

9mm-Waffe im Zug dabei? Lippstädter droht der Polizei

Die Bundespolizei nahm die Männer am Bahnhof in Hamm in Empfang, als der Zug einfuhr. Die beiden Männer seien offensichtlich betrunken gewesen. Einer von ihnen habe versucht, an einem Polizeibeamten vorbei zu kommen, um nicht kontrolliert zu werden. Ein Polizist hielt ihn fest, woraufhin der Mann „Polizeigewalt“ rief. Es handelt sich um einen 27-jährigen Deutschen aus Lippstadt.

Die Polizisten hielten ihn fest. Der Lippstädter behauptete dann, er habe eine scharfe 9mm-Waffe dabei und wolle sie auch benutzen. Er wurde gefesselt - und sagte nun, man solle vorsichtig sein, er trage auch noch einen Sprengstoffgürtel.

Widerstand gegen Polizisten: 20-Jähriger greift Beamten an

Die Polizei brachte beide Männer zur Wache, neben dem Lippstädter einen 20-jährigen Deutschen aus Wadersloh. Beide Männer hätten auf dem Weg versucht, sich selbst zu verletzen, erklärt die Polizei. Außerdem hätten sie die Einsatzkräfte beleidigt. Im Eingangsbereich der Wache griff der
20-jährige Wadersloher einen Polizeibeamten an. Auch er wurde gefesselt.

Die Polizei durchsuchte die Männer. Sie fand weder Schusswaffen noch einen Sprengstoffgürtel, Waffen hatten die Männer trotzdem dabei: Im Rucksack des 27-jährigen Lippstädters
wurden zwei Einhandmesser gefunden. Außerdem war darin eine geringe Menge Betäubungsmittel.

Renitente Reisende wieder auf freiem Fuß - Polizei bittet um Hinweise

Auf der Wache beruhigten sich die Männer wieder und wurden entlassen. Die Bundespolizei leitete aber gegen beiden Ermittlungsverfahren ein, unter anderem wegen Bedrohung, Beleidigung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamten ein. Zudem sicherte die Polizei Videoaufzeichnungen aus dem Zug, dem Bahnhof sowie der Bodycam eines Polizeibeamten.

Die Polizei bittet nun den Fahrgast, den die Männer auf der Fahrt von Bielefeld nach Hamm bedroht hatten, sich zu melden: über die kostenfreien Hotline 0 800 6 888 000 bei der Bundespolizei oder jede andere Polizeidienststelle.

Am Hammer Bahnhof kommt es immer wieder zu Einsätzen der Bundespolizei - so wurde vor Kurzem ein Dealer festgenommen.

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