Scharfe Attacke auf OB nach Wechsel im Tierpark - "Mobbing"

Nach der Kündigung von Kay Hartwich wird die Stadt aus dem Aufsichtsrat heraus angegriffen.
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Nach der Kündigung von Kay Hartwich wird die Stadt aus dem Aufsichtsrat heraus angegriffen.

Der Wechsel an der Spitze des Hammer Tierparks hat ein Nachspiel. Ein Aufsichtsratsmitglied fährt schwere Geschütze auf.

Hamm – Der Grünen-Fraktionsvorsitzende Reinhard Merschhaus will sein Amt im Aufsichtsrat des Tierparks bis zum Ende der Sitzungsperiode ruhen lassen. Er spricht von Mobbing gegen den scheidenden Geschäftsführer Kay Hartwich und einer Missachtung des Aufsichtsrates. So hätten die Mitglieder dieses Gremiums erst über den WA vom Geschäftsführerwechsel erfahren. „Unter diesen Umständen sehe ich wenig Sinn darin, noch bis zum Ende der Sitzungsperiode an den Sitzungen des Aufsichtsrates teilzunehmen“, so Merschhaus.

In den vergangenen Jahren habe sich der Tierpark sehr erfreulich entwickelt. Merschhaus: „Nicht zuletzt die gestiegenen Besucherzahlen beweisen, dass der Geschäftsführer, Kay Hartwich, und seine sehr engagierten Mitarbeiter das vom Rat bereitgestellte Geld sehr sinnvoll eingesetzt haben.“

Für Merschhaus ein Indiz dafür, Hartwich an den Tierpark zu binden. Das Gegenteil sei aber der Fall gewesen. „Die Stadt hat sich einige Mühe gegeben, einen jungen, ambitionierten, erfolgreichen Mitarbeiter zu vergraulen, um nicht zu sagen zu mobben!“, heißt es in einer Stellungnahme des Grünen-Fraktionsvorsitzenden.

"Hartwich sollte kontrolliert werden"

Merschhaus bezieht sich dabei vor allem darauf, dass bei der Genehmigung des Wirtschaftsplans Kay Hartwich mit dem Zentralhallen-Geschäftsführer Dr. Alexander Tillmann ein Aufpasser zur Seite gestellt wurde. Offiziell hieß es, dass sich dadurch Hartwich mehr um den Umbau des Tierparks kümmern konnte. Nach innen sei aber allen klar gewesen, dass Hartwich kontrolliert werden sollte.

Merschhaus: „Der Geschäftsführer des Tierparks hat aus dem Vorgang den Schluss gezogen, dass seine Arbeitskraft woanders sicher mehr geschätzt wird. Er hat gekündigt.“ Merschhaus bedauert diesen Schritt.

Reinhard Merschhaus kritisiert die Umstände rund um die Kündigung von Tierparkchef Kay Hartwich.

"Kofferträger statt OB bei Sondersitzung"

Im Umgang mit dem Aufsichtsrat schreibt Merschhaus dem Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann eine unrühmliche Rolle zu. Nachdem der Aufsichtsrat den Wirtschaftsplan des Geschäftsführers – wegen zu hoher Ausgaben – in einer ersten Sitzung nicht genehmigt hatte und zu einer Sondersitzung den OB eingeladen hat, sei dieser nicht selbst erschienen, sondern habe, so Merschhaus „einen Kofferträger aus der Teppichetage des Rathauses“ geschickt.

Für Merschhaus ist das ein Unding. „Für die Presse küsst er jedes neu erworbene Känguru höchstpersönlich, aber eine Sitzung mit dem Aufsichtsrat des Tierparks...?“, fragt der Grünen-Fraktionschef vielsagend.

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