Nach mehr als sieben Jahren

Schandfleck weicht Kita: Altes Kanu-Heim wird abgerissen

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Das ehemalige Kanu-Heim an der Lünener Straße steht vor dem Abriss. Mit dem Bagger wurde das Grundstück schon freigeräumt.

Die Tage des alten Kanu-Heims an der Lünener Straße sind gezählt: Siebeneinhalb Jahre nach dem Umzug des KV 45 Herringen in sein neues Domizil an der Straße Zum Wassersportzentrum haben die Vorbereitungen zum Abriss des Gebäudes begonnen.

Herringen – Im Anschluss will ein Investor an dieser Stelle eine neue Vier-Gruppen-Kita errichten, die später an den DRK-Kreisverband Hamm als Träger vermietet wird. Vorstandsvorsitzende Stefanie Göckler hofft, dass die neue Einrichtung bereits am 1. August kommenden Jahres an den Start gehen kann.

An der Lünener Straße wurden in den vergangenen Tagen unter anderem Erdmassen bewegt, um den Baugrund vorbereiten zu können. Auch im Gebäude selbst hat sich einiges getan. So sei, wie Göckler berichtet, etwa der Öltank ausgebaut worden. Zudem seien die Stadtwerke damit beauftragt worden, die Strom- und Wasserversorgung abzuklemmen. Als Nächstes dürfte der Abriss des Gebäudes kommen.

Göckler geht davon aus, dass zeitnah nach den Sommerferien der offizielle Spatenstich für den Neubau erfolgt und sie in diesem Zuge auch mitteilen wird, wie die Kita heißen soll. Betreut werden sollen dort Kinder im Alter von vier Monaten bis zur Einschulung. Die konkrete Festlegung der Betreuungsplatzzahlen erfolgt bedarfsorientiert in enger Abstimmung zwischen dem Jugendamt, dem DRK und dem Investor.

Darum soll eine weitere Kita entstehen:

Zwar hatte OB Thomas Hunsteger-Petermann erst in der vorigen Woche erklärt, dass der Stadtbezirk Herringen bei der Versorgung mit Kindergartenplätzen gut aufgestellt sei. Allerdings müsse künftig, wie die Stadt betont, im weiteren Ausbauprogramm unter anderem ein Fokus auf die bisher nicht realisierten Aspekte des Wunsch- und Wahlrechts der Eltern gelegt werden. Ferner müsse den Nachfrageveränderungen in Richtung der Betreuung von Kindern im Alter von unter zwei Jahren Rechnung getragen werden.

„Im Ergebnis müssen auch in den Sozialräumen, in denen die Bedarfe und die Nachfrage bislang ohne Übergangslösung gedeckt werden konnten, vorausschauend neue Betreuungsangebote in der frühkindlichen Bildung zur Qualitätssicherung ausgebaut werden.“

Kita Don Bosco an Mozartstraße wird aufgelöst

Je nach Alter der betreuten Kinder entstehen in der neuen Kita etwa 70 Plätze. Gleichzeitig wird die Kita Don Bosco an der Mozartstraße mit 40 Plätzen aufgelöst. Sie wird im Erdgeschoss eines Wohnhauses betrieben, die Räumlichkeiten entsprechen laut Stadt „nicht mehr den aktuellen pädagogischen Standards“. Aktuell wird die Kita noch vom Caritasverband der Stadt Hamm betrieben – aber nur noch bis zum 1. August dieses Jahres. Danach übernimmt der DRK-Kreisverband die Trägerschaft. „Mit Eröffnung der neuen Kita an der Lünener Straße wird die Einrichtung an der Mozartstraße geschlossen“, so Göckler.

Unter der Regie des Caritasverbands läuft der Betrieb dort noch bis zum 17. Juli. Dann geht es in eine dreiwöchige Sommerpause. Am 10. August öffnet die Einrichtung, wie Göckler sagt, als DRK-Kita Mozartstraße.

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