Die CDU hat eine Idee

Schandfleck und Angstraum am Heideweg bald Geschichte?

Die Treppe an der Unterführung am Heideweg steht erneut in der Diskussion.
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Kein schöner Anblick: Die Treppe an der Unterführung am Heideweg steht erneut in der Diskussion.

Der Bereich der Bahnunterführung in Westtünnen gilt seit Jahren als Schandfleck, auch der Begriff Angstraum ist bisweilen angesagt. Jetzt soll es besser werden. Die CDU hat da mal eine Idee.

Westtünnen – Es ist nicht gerade der Vorzeigeort in Westtünnen. Der Bereich der Bahnunterführung am Heideweg ist seit Jahren in der Diskussion. Beschwerden über herumliegenden Müll, Schmierereien und Lärmbelästigungen reißen nicht ab. Geschützt vor Regen und unerwünschten Blicken zieht das Bahngelände immer wieder Gruppen, zumeist Jugendliche, an. Altersbedingt wechseln diese Gruppen. Zeitweise ist es zwar ruhig dort, doch ploppt die Problematik immer wieder neu auf. Jetzt hat die CDU-Bezirksfraktion einen neuen Ansatz, wie hier Ruhe einkehren könnte.

Die Unionspolitiker wollen überprüfen lassen, ob die Treppe, die von der Rauchstraße aus in den Radfahrer- und Fußgänger-Tunnel führt, überhaupt notwendig ist. Denn es seien gerade die Stufen, die Sitzmöglichkeiten bieten und so zum Verweilen einladen, sofern sie nicht von Müll und Glasscherben übersät sind. Nach Meinung der CDU-Politiker wird diese Treppe kaum noch frequentiert, seitdem der Rewe-Räker-Laden dort nicht mehr ansässig ist. Der Supermarkt war einst im heutigen Nervenstark-Ärztehaus angesiedelt. Aktuell nutzen überwiegend Schulkinder aus dem Wohngebiet „Rauchstraße“ die Treppe, sie könnten aber auch ohne größeren Umweg die Rampen nutzen.

Aktuell berge die Treppe nur ein nicht zu unterschätzendes Verletzungsrisiko durch die Glasscherben, die ständig dort verteilt sind, findet die CDU. Den Vorschlag zum Rückbaus der Treppe sieht die Union auch als Startschuss für ein Brainstorming, wie der Bereich der Unterführung in Zukunft schöner und sicherer gestaltet werden kann.

Vorfall im März

Es ist nicht nur der Müll, der zu einem Problem geworden ist. Der Bereich der Bahnunterführung hat sich vor allem in der Dunkelheit auch ein Stück weit zu einem Angstraum entwickelt. Unter anderem kam es im März 2021 zu einem Zwischenfall, als zwei Jugendliche aus einer mehrköpfigen Gruppe heraus angegangen worden waren. Die Gruppe hatte sich im Treppenbereich aufgehalten, als die beiden 16-Jährigen die Unterführung mit dem Fahrrad durchfuhren. Es kam zu Handgreiflichkeiten, die erst durch ein herbeieilendes Ehepaar unterbunden wurden.

Nicht selten auch rechtsradikale Parolen

Denn die Unterführung ist als eine Art Nadelöhr die einzige Verbindungsmöglichkeit für die Menschen dort, um die Bahn zu queren. Entsprechend viel wird dieser Bereich tatsächlich genutzt. Daher fallen auch seit Jahren schon die ständigen Graffiti-Schmiereien vielen Menschen negativ auf. Nicht selten sich dort auch rechtsradikale Parolen zu lesen. Die Stadt Hamm hatte die Wände vor einigen Jahren aufwendig säubern lassen, obwohl eigentlich die Deutsche Bahn für die Unterführung zuständig ist. Lange gehalten hat dies nicht.

Die häufige Lärmbelastung für die Anwohner ist ein zusätzlicher Reizpunkt bei diesem Thema.

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