Schallschutz zuerst am Bahnhof - Bahn-Anlieger leiden unter Lärm

Gut sichtbar: Am Heessener Bahnhof werden zurzeit die Schallschutzwände aufgebaut.
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Gut sichtbar: Am Heessener Bahnhof werden zurzeit die Schallschutzwände aufgebaut.

Am Ende des kommenden Monats sind die ersten Schallschutzwände an der Bahnlinie von Hamm in Richtung Bielefeld in Heessen komplett errichtet. Das teilte eine Sprecherin der Bahn auf Anfrage mit. Schon jetzt stehen die – man könnte sagen: – Halterungen in der Nähe des Bahnhofs. Insgesamt werden an vier Stellen im Bezirk Lärmschutzwände aufgestellt. Sie sind Teil eines größeren Schutzprogramms für ganz Hamm.

Heessen – Die Schallschutzwände – abgekürzt SSW – sind in durchnummeriert. Die SSW 3 und 4 werden auf der südlichen Seite der Bahnstrecke aufgebaut, allerdings frühestens im Jahr 2023. Die SSW 5 und 6 werden nördlich der Gleise stehen, sie sind derzeit in Arbeit.

Die Schallschutzwand Nummer fünf entsteht direkt gegenüber dem Zugang des Bahnhofs, die Betonpfeiler stehen schon – zwischen diese wird die Schallschutzwand eingehängt. Hier wird die Wand am Ende 842 Meter lang sein. Die Höhe gibt die Sprecherin der Bahn mit drei Metern über der Schienenoberkante an. Für die Fertigstellung der Wand gibt es bereits ein Datum: Freitag, 21.August.

Kampfmittelsondierungen geplant

Bei der SSW 6, der zweiten Schallschutzwand nördlich der Strecke Hamm-Bielefeld, beginnen die Bauarbeiten nach Angaben der Bahnsprecherin voraussichtlich am Ende kommenden Monats. „Hier sind noch bauliche Anpassungen in Klärung“, so die Sprecherin, „einige für den Bau erforderliche Vorarbeiten entlang der Strecke sind bereits erfolgt.“ Und: Die Kampfmittelsondierungen seien in diesen Tagen geplant. Diese SSW ist 414 Meter lang und entsteht zwischen Münsterstraße und Rastenburger Straße.

Die beiden Schallschutzwände sind eingebettet in ein Schallschutzkonzept für die ganze Stadt, das seit einigen Jahren in Arbeit ist. Der Titel: „Lärmsanierung an bestehenden Schienenwegen des Bundes“. Insgesamt investiert der Bund in Hamm 7,3 Millionen Euro in den Bau von Schallschutzwänden. Darüber hinaus werden noch passive Schallschutzmaßnahmen wie Schallschutzfenster oder -lüfter folgen. Verantwortlich für die Durchführung der Arbeiten ist die Deutsche Bahn Netz AG.

23 geplante Schallschutzwände

Am Anfang standen die von der Bahn angefertigten Gutachten, welche Gebiete besonders von Lärm betroffen sind. Das Eisenbahnbundesamt setzte dann die Prioritäten. Im Herbst vergangenen Jahres wurden die Maßnahmen für Hamm vorgestellt – genauer: die aktiven Maßnahmen. Sie umfassen 23 Schallschutzwände, vier davon in Heessen, andere werden in Pelkum oder Rhynern errichtet.

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