Urteil: Ein Jahr und zwei Monate

Rassistische Beleidigungen und Volksverhetzung: Hammer Neonazi muss ins Gefängnis

Der aus Hamm stammende Neonazi Sascha Krolzig wurde zu einer Haftstrafe verurteilt.
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Der aus Hamm stammende Neonazi Sascha Krolzig wurde zu einer Haftstrafe verurteilt.

Der Bundesvorsitzende der rechtsextremen Partei "Die Rechte", Sascha Krolzig, muss ins Gefängnis. Das Landgericht Dortmund verurteilte den aus Hamm stammenden Neonazi in dieser Woche wegen rassistischer Beleidigung und Volksverhetzung.

[Update, Sonntag, 7. Juni, 14 Uhr] Hamm - Das Urteil gegen einen der führenden Köpfe der Neonazi-Szene in NRW fiel einem Bericht des WDR zufolge am Donnerstag. Sascha Krolzig muss demnach für ein Jahr und drei Monate hinter Gitter.

Der "Die Rechte"-Vorsitzende wurde laut dem WDR für drei Taten verurteilt: Zum einen hatte Krolzig 2016 in Dortmund mehrere Kneipengäste rassistisch beleidigt und versucht, diese anzugreifen. Darüber hinaus hatte der aus Hamm stammende 32-Jährige, der mittlerweile in Dortmund lebt, den Hitlergruß gezeigt. Wegen Volksverhetzung war Krolzig bereits rechtskräftig in Bielefeld verurteilt worden. Wie der WDR berichtet, wurden diese Taten jetzt zu einer Gesamtstrafe zusammengefasst.

Die Staatsanwaltschaft hat dem Bericht zufolge zudem mittlerweile beantragt, eine alte Bewährungsstrafe zu widerrufen. Damit drohen dem Rechtsextremisten, der seit zwei Jahren der Splitterpartei "Die Rechte" vorsteht, noch weitere Monate in Haft.

In einer früheren Fassung war unter Bezug auf den WDR von einer Gesamtstrafe von einem Jahr und drei Monaten die Rede. Wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Dortmund gegenüber WA.de auf Nachfrage bestätigte, beläuft sich das Strafmaß auf 14 Monate ohne Bewährung.

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