Brandschutz bremst Arbeiten aus: Innensanierung des Märkischen Gymnasiums erst im Sommer beendet

Die Innensanierung am Märkischen Gymnasium verzögert sich, weil für den Brandschutz Änderungen vorgenommen werden müssen.
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Die Innensanierung am Märkischen Gymnasium verzögert sich, weil für den Brandschutz Änderungen vorgenommen werden müssen.

Nicht nur, dass die Innensanierung des Märkischen Gymnasiums teurer als gedacht wird. Auch der ursprünglich fürs Frühjahr angedachte Fertigstellungstermin kann nicht eingehalten werden.

Hamm-Westen – Nach Angaben von Stadtsprecher Lukas Huster muss dort auch noch in den Sommerferien gearbeitet werden. Größere Sanierungsarbeiten stehen noch in vier Biologieräumen und in der ehemaligen Hausmeisterwohnung/ Cafeteria an, wo ein Selbstlernzentrum entstehen soll.

Bei einer Begehung im Herbst hatten sich Stadt und Schule noch zuversichtlich gezeigt, dass diese und andere Arbeiten „bis Ostern 2020 abgeschlossen werden können“. Doch trotz eines zwischen Mitte März und Ende April verwaisten Schulgebäudes konnte dieser Termin nicht eingehalten werden.

Fluchttüren verzögern Baumaßnahmen 

Wie Huster schilderte, hatte es sich bei der Detailplanung ergeben, dass in den zu sanierenden Biologieräumen – zwei Unterrichts-, ein Sammlungs- und ein Vorbereitungsraum – jeweils ein zusätzlicher Rettungsweg über zusätzliche Türen geschaffen werden muss. Sie lägen, wie Huster erklärte, aktuell zu nah beieinander. Die Fluchttüren müssen in die Stahlbetonwände eingebaut werden.

Und genau hier ergab sich das nächste Problem: „Die Wände sind schadstoffbelastet, sodass diese Arbeiten erst Anfang der Sommerferien durchgeführt werden können, wenn keine Schüler in der Schule sind.“ Wie der Stadtsprecher ausdrücklich betonte, gehe eingebaut keinerlei Gefährdung von den Schadstoffen aus. Beim Einbau der Türen würden sie aber freigesetzt, begründete er die Schutzmaßnahmen und den Einbau in der „schülerlosen Zeit“.

Diese Arbeiten sind bereits beendet

Andere Arbeiten in den Biologieräumen wurden hingegen schon durchgeführt. So wurden im Bereich der Decken Technik- und Versorgungsleitungen sowie Versorgungsschienen für Strom, Gas und Medienanschlüsse verlegt. Parallel dazu wird derzeit die neue Ausstattung inklusive Mobiliar für die Räume produziert. „Nach Abschluss der Arbeiten an den Türen werden dann Maler- und Bodenarbeiten durchgeführt, danach werden Mobiliar und Ausstattung installiert."

Huster geht davon aus, dass die Arbeiten Ende der Sommerferien abgeschlossen sein werden und die Räume somit zum neuen Schuljahr zur Verfügung stehen. Durch die zunächst nicht eingeplante Erneuerung des Mobiliars und der Ausstattung der Fachräume sowie durch die notwendigen neuen Brandschutztüren einschließlich der Schadstoffsanierung entstehen der Stadt Mehrkosten in Höhe von rund 300.000 Euro.

Ziele bis zum Ende der Sommerferien

Ebenfalls bis zum Ende der Sommerferien soll der neue Multifunktionsbereich fertig sein. Dafür wird die ehemalige Hausmeisterwohnung in Zusammenhang mit der ehemaligen Cafeteria zu einem Selbstlernzentrum und für die Übermittagbetreuung umgebaut. Aktuell läuft hierfür die Ausschreibung. Unabhängig von der Innensanierung soll ebenfalls ab dem Sommer die Fassade der Sporthalle saniert werden.

Investitionen ins Märkische Gymnasium

Mehr als 13 Millionen Euro sind in den vergangenen Jahren in das Märkische Gymnasium geflossen. Im Herbst 2011 wurde die neue Mensa eingeweiht (3,725 Millionen Euro). Zwischen 2012 und 2014 wurde die Märkische Sporthalle innen saniert (3,95 Millionen Euro). 2016 ging es mit der Fassadensanierung des Schulgebäudes weiter.

Dazu gehörten auch die Sanierung des Dachs und der Einbau neuer Fenster. Kosten: 5 Millionen Euro. Rund 1,8 Millionen Euro fließen in die Innensanierung, die seit 2017 läuft. Hinzu kommen noch rund 200.000 Euro für den neuen Multifunktionsbereich. Für die ab dem Sommer geplante Fassadensanierung der Sporthalle sind 2 Millionen Euro veranschlagt.

Finanziert werden konnte ein Großteil der Maßnahmen mithilfe des Konjunkturpakets des Bundes und des Programms „Gute Schule 2020“ der alten Landesregierung.

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