Wasserhahn die ganze Nacht geöffnet

Mann flutet Keller des OLG - Täter gefilmt, Polizei fahndet

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[Update] Offenbar mutwillig hat ein Mann einen Kellerraum des Hammer Oberlandesgerichts unter Wasser gesetzt. Mit einer Beschreibung sucht die Polizei nach dem dort gefilmten "Wassermann".

Hamm – War hier jemand mit seinem Urteil nicht zufrieden, oder handelt es sich um ein willkürlich ausgewähltes Ziel von Vandalismus? Antworten auf diese Fragen müssen jetzt die polizeilichen Ermittlungen liefern. Diese konzentrieren sich auf einen unbekannten Täter, der am Sonntagabend über einen Außenwasserhahn einen Kellerraum des Oberlandesgerichts (OLG) flutete.

Weil das Oberlandesgericht – wie andere Behördengebäude auch – Sicherheitsstandards erfüllt, schaffte es der Täter ins Spielfilmformat: Eine Überwachungskamera filmte gegen 22.30 Uhr eine männliche Person, die nach Schätzungen der Polizei 40 bis 50 Jahre alt und mindestens 1,80 Meter groß und schlank ist. Er hat blonde oder weiße, kurze Haare und war mit einer schwarz-grauen Jacke und einer blauen Jeans bekleidet. Die Bilder zeigen, wie der Mann das Sicherheitsleck am OLG aufdeckt, beziehungsweise den außenliegenden Wasserhahn an der nördlichen Gebäudeseite (zur Friedensschule hin) aufdreht.

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Keine nennenswerten Schäden

Bis Montagmorgen floss das Wasser rund acht Stunden lang über einen Fensterschacht in den Keller. Wie ein Gerichtssprecher auf Anfrage des WA mitteilt, stand es dort in etwa drei bis vier Zentimeter Höhe. Inzwischen sei das Wasser abgepumpt und der Raum trocken gelegt. „Objektiv ist kein Schaden entstanden“, so der Sprecher. Akten oder technisches Gerät seien nicht in Mitleidenschaft gezogen worden.

Der Wasserhahn diene normalerweise der Bewässerung der Außenanlagen und werden zurzeit auch für die Fassadenarbeiten genutzt. „Bisher ist so etwas noch nicht vorgekommen“, so der Sprecher. Jetzt habe man aber entsprechende Maßnahmen getroffen, sprich den Hahn abgedreht.

Kameraaufnahme hilft der Polizei

Die Kameras am Gebäude seien dem rechtlichem Rahmen entsprechend auf das Betriebsgelände fokussiert. Aufnahmen würden für die Dauer von 48 Stunden aufbewahrt und dann automatisch überspielt. Angesehen würden die Bilder nur im Bedarfsfall, sagte der Sprecher. So wie jetzt zur Täterermittlung durch die Polizei.

Der Tatverdächtige riss zudem eine Metallabdeckung der Elektronik des Behinderteneingangs mutwillig ab. Die Höhe des Sachschadens kann laut Polizei noch nicht beziffert werden.

Wer Hinweise zu der Person geben kann, wird gebeten, sich telefonisch unter der Telefonnummer 02381/916-0 bei der Polizei Hamm zu melden.

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