Rubin Lind vom Schloss Heessen gewinnt Gründer-Slam

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Rubin Lind (Zweiter von rechts) war mit seiner Applikation „Skills4School“ der Sieger beim Gründer-Slam im „Enchilada“.

Hamm - Der 17-jährige Schüler Rubin Lind hat nur fünf Minuten gebraucht, um die 100 Mann starke Jury, bestehend aus dem Publikum, von seiner Geschäftsidee zu überzeugen. Mit seiner innovativen Lernapplikation „Skills4School“ sollen Schüler herausfinden können, wo es bei ihnen hakt.

Bei der zweiten Auflage des Gründer-Slams, der unter Federführung der Wirtschaftsförderung Hamm durchgeführt wurde, setzte sich der Junggründer gegen seine sieben Mitstreiter durch. „Als Schüler hat man viel Zeit über das Schulsystem nachzudenken. Es gibt nur eins was auf Dauer teurer ist als Bildung: keine Bildung. Diese Worte von John F. Kennedy treffen es auf den Punkt“, so der 17-Jährige. 

Chancenungleichheit verbessern

Die schulischen Abschlüsse der Kinder seien abhängig vom sozioökonomischen Status und vom Abschluss der Eltern. „An dieser Chancenungleichheit möchte ich mit der App etwas ändern“, so der Schüler des Schloss Heessen. 

Lehrer würden auch oftmals keine genauen Angaben zum relevanten Lernstoff machen, sodass man sich zwei Tage vorher alles im Internet zusammensuchen würde. Mit der App sollen alle Schüler kostenlos lernen, sich den Lernfortschritt anzeigen lassen und sich gezielter auf Klausuren vorbereiten können. 

Individuelle und optimale Klausurvorbereitung

Der Unterschied zu bereits vorhandenen Apps liege in der Festlegung der Themen durch den Pädagogen. Die Schüler können sich über einen Code einloggen und mit dem erstellten „Fragenkatalog“ der Lehrer lernen. Somit sei es einfach, eine individuelle und optimale Klausurvorbereitung zu erreichen. 

Insgesamt wurden am Donnerstagabend im Enchilada vielfältige Ideen vorgestellt. Ob Sieke Wullkopf (16) mit ihrem Start-up-Unternehmen „Glitzerschwein“, das Reitsportartikel und Hundehalsungen mit Strass anbietet; einer Internetplattform für Handwerker; Engin Erdogan und Tim Kramer mit ihrem „Hover-Cover“-Unternehmen rund um das Thema Kunst; Niclas Jacob und Ole Werner, die mit ihrer Gründung von „4Channels GbR“ Unternehmen im Bereich der sozialen Medien Hilfestellung geben wollen; der optimalen Personalentwicklung in Unternehmen von Heinz-Jürgen Aust (52); Jan Drupka mit dem Online-Shop für Hüte oder dem Verkauf von guter Laune und Kinderlächeln bei „Valentin Tin“ – eine Eventagentur zur Organisation von Kindergeburtstagen – sie alle begeisterten das Publikum. 

Gründer Rubin Lind konnte am Ende die meisten Flummis des Publikums für sich beanspruchen und sich über eine Trophäe und ein Preisgeld in Höhe von 500 Euro freuen. Was er mit dem Geld macht, bleibt ihm überlassen, denn der Spaß steht hier im Vordergrund. 

„Die Teilnehmer machen aber auch mit, weil Sie potenzielle Kunden sind und um zu testen, wie es sich anfühlt hier vorne zu stehen“, sagte Prof. Dr. Heiko Kopf (HSHL), der die Veranstaltung im Rahmen der Gründerwoche moderierte. 

Auch Gründer waren dabei

Mit dabei waren auch die Gründer von der „Knüppelknifte“ aus Bochum. Die beiden Studenten Erik Schwarzer und Florian Hermann haben das Stockbrot, den Imbiss zum Selbströsten aus dem Ferienlager, salonfähig gemacht. Sie berichteten neben den Höhen und Tiefen ihrer langen Unternehmensgründung auch von ihrer Erfahrung in der „Höhle der Löwen“. 

Obwohl sie in der Sendung scheiterten, ließen sie sich nicht von ihrem Konzept abbringen. „Selbst wenn das große Geld ausbleibt und Leute mit falschen Versprechen kommen, hört einfach auf euer Herz, verkauft euch nicht unter Wert und bleibt euch selbst treu“; gaben sie den Gründern mit auf den Weg.

Von Sarah Hanke

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