Interview zur Royal Wedding

Partnerstadt Bradford freut sich auf die Hochzeit von Meghan und Prinz Harry

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Vor der Hochzeit von Prinz Harry und Meghan Markle steht Großbritannien Kopf. Auch in Hamms Partnerstadt Bradford fiebert man dem royalen Event entgegen.

Hamm - Am heutigen Samstag läuten in der englischen St.-George’s-Kapelle die Hochzeitsglocken. Gegen 13 Uhr geben sich Prinz Harry und Meghan Markle dort das Ja-Wort – und die Welt schaut zu. Warum die royale Hochzeit besonders in Großbritannien so einen Hype auslöst, darüber hat WA-Mitarbeiterin Svenja Jesse mit Renate Niehaus-Sander, Lehrerin an Elisabeth-Lüders-Berufskolleg und Städtebeauftragte für Bradford vom Internationalen Club Hamm, gesprochen.

Ist die royale Hochzeit bei Ihnen ein Thema? 

Renate Niehaus-Sander: In der Schule sprechen wir gar nicht über die Hochzeit, sicher auch deshalb, weil wir gerade die Abiturprüfungen haben und dadurch andere Themen im Vordergrund stehen. Auch privat ist die royale Hochzeit nicht von so großer Bedeutung. Für uns Deutsche ist das schon ein wenig skurril. Aber man begegnet dieser Hochzeit in den letzten Wochen ja ständig in allen Medien. Am Samstag werde ich die Hochzeit deshalb vielleicht doch im Fernsehen verfolgen.

Ganz anders ist es natürlich bei unseren Freunden in Bradford. Die meisten, mit denen ich in Kontakt stehe, schauen sich die Hochzeit im Fernsehen an oder nehmen an den „Royal-Wedding- Street-Parties“ teil. Die Bradforder bewegt das Event: Seit Wochen kann man die entsprechenden britischen Flaggen oder royalen Wimpel kaufen und sich in Foren über das Fest informieren. Die Hochzeit der Königsfamilie ist etwas, was England vereint. In Deutschland versucht man ja, bei dieser Hochzeit ebenfalls ein „Rudelgucken“ anzupreisen. Wie das letztendlich genutzt wird, muss man dann sehen.

Renate Niehaus-Sander ist im Internationalen Club für Bradford zuständig.

Was glauben Sie, woher kommt der Hype um royale Hochzeiten?

Niehaus-Sander: Glanz und Glamour der Königshäuser mit ihren Prinzessinnen und Prinzen haben doch schon immer die Fantasie angeregt. Welches kleine Mädchen träumt nicht irgendwann davon, Prinzessin zu sein? Und wenn so ein Traum dann wahr wird – vielleicht nicht direkt für einen selbst, aber immerhin für die hübsche und kluge Meghan Markle – dann versetzen sich offenbar auch großgewordene Mädchen mal ganz gerne in die Braut hinein. Da ist viel Gefühl dabei. Genauso wie bei Harry, den viele ja noch als kleinen Jungen am Grab seiner Mutter in Erinnerung haben, über dessen wilde Jugend immer wieder berichtet wurde und der nun endlich sein Glück gefunden zu haben scheint. Märchenhaft das Ganze, wunderschön, nicht ganz von dieser Welt und weit weg vom Alltag der „normalen“ Deutschen ebenso wie von dem der Engländer. Das macht sicher auch einen Reiz der royalen Familienfeiern aus.

Tassen und Teller gelten als super Souveniere.

Warum wollen die Briten zum Beispiel Tassen mit den Gesichtern der Royals haben?

Niehaus-Sander: Ich habe bei Dorothy Fear nachgefragt, die ehemalige Vorsitzende der twin town association Shipley-Hamm. Sie sagt, dass die Briten Tassen und Teller mit dem Hochzeitspaar als Souvenir sammeln. Es gibt viele, die haben von jeder Hochzeit das entsprechende Porzellan auf dem Kaminsims stehen, und freuen sich, wenn ihre Sammlung immer größer wird.

So sehen Sie die Hochzeit von Harry und Meghan live im TV und im Live-Stream

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