Bericht der HWK

Rote Laterne für Hamm: Zahl der Betriebe geht gegen den Trend zurück

Für Reinigungskräfte könnte sich eine Minijob-Reform finanziell lohnen.
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Bei den Existenzgründungen im Kammerbezirk liegt das Gebäudereinigerhandwerk deutlich vorn.

Im Bezirk der Handwerkskammer Dortmund gibt es mittlerweile mehr als 20.000 Betriebe. Die Zahl ist trotz der Corona-Einschränkungen im ersten Halbjahr 2021 gestiegen. In Hamm war die Entwicklung allerdings rückläufig – und das als einzigem Standort im Kammerbezirk.

Hamm/Dortmund - Zum 1. Januar 2021 gab es in Hamm 1285 Handwerksbetriebe. 50 haben seitdem neu eröffnet, 59 geschlossen. Die Zahl am Stichtag 30. Juni lag bei 1 276 (-0,7 Prozent).

Bei der regionalen Betrachtung innerhalb des Kammerbezirks sticht der Kreis Unna besonders positiv heraus: Hier stieg der Unternehmensbestand um 2,4 Prozent (+69 Betriebe) auf exakt 3 000. Auch im Großraum Dortmund war die Entwicklung mit einem Plus von 1,5 Prozent (63) auf 4340 positiver als im Durchschnitt (+1 Prozent).

Zum 30. Juni waren insgesamt 20.032 Betriebe in den Mitgliederverzeichnissen eingetragen. Die stärksten Zuwächse gab es bei den zulassungsfreien Handwerken; die Zahl der Unternehmen stieg um 107 (4 Prozent) auf insgesamt 2800. Bei den handwerksähnlichen Gewerben gab es einen Anstieg um 95 (2,7 Prozent) auf 3645 Betriebe.

Dagegen ist der Bestand der zulassungspflichtigen Unternehmen nahezu unverändert geblieben: Waren es zu Jahresbeginn noch 13.594 Betriebe, sind es jetzt 13.587.

Besonders viele neue Gebäudereiniger

„806 Neu-Unternehmer – davon 728 Existenzgründer und 79 Betriebsübernehmer – haben das Gründungsgeschehen in unserer Region weiter belebt. Das sind 59 Betriebe mehr als im Vorjahreszeitraum. Eine Entwicklung, die uns zuversichtlich stimmt“, sagt Kammer-Präsident Berthold Schröder. „Ich finde es beeindruckend zu sehen, wie viele Handwerksunternehmer in unserem Kammerbezirk trotz aller Einschränkungen durch Corona zur Stabilität der Wirtschaft beigetragen haben.“

Bei den Existenzgründungen liegt das Gebäudereinigerhandwerk mit 131 vorne, gefolgt von Kosmetikern (70). Die Zahl der Insolvenzen ist trotz der Pandemie von 21 auf 19 gesunken. Die Zahl der Betriebsaufgaben wegen wirtschaftlicher Gründe stieg indes um 10 auf 49.

Im Jahresvergleich ist der Frauenanteil bei den Existenzgründungen auf 31,1 Prozent gestiegen (Vorjahr: 28,1 Prozent). Demgegenüber ist die Zahl der Gründer mit ausländischer Staatsangehörigkeit auf 31,7 Prozent gesunken (36,9).

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