Es geht um Drogen, Bedrohung und Körperverletzung

Rocker bei SEK-Einsatz in Hamm festgenommen

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Symbolbild

[Update] Bei einem SEK-Einsatz sind in Hamm mehrere Männer verhaftet worden. Sie sollen der Rocker-Gruppierung Bandidos MC angehören. Es geht um Drogen, Bedrohung und Körperverletzung.

Hamm - Der Einsatz am Dienstagmorgen dauerte insgesamt rund zwei Stunden, wie Staatsanwalt Henner Kruse auf Nachfrage mitteilte. In diese Zeit fielen Durchsuchungsmaßnahmen in der Innenstadt und im Hammer Süden sowie drei Festnahmen aufgrund entsprechender Haftbefehle.

Darum soll es gehen:

Die Tatverdächtigen im Alter von 27 und (zweimal) 29 Jahren, allesamt Deutsche, sollen einen weiteren Mann seit Ende August bedrängt haben, seine Innenstadt-Wohnung für illegale Geschäfte ihres Rockerclubs Bandidos MC zur Verfügung zu stellen; dabei geht es offenbar um Drogenhandel. Der Mann soll ein in der Nähe wohnender Bekannter eines der Rocker sein; seine Wohnung hätte mutmaßlich Anonymität gewährleistet.

Als mehrfaches Auflauern sowie Aufforderungen und Drohungen - bis hin zu körperlicher Misshandlung und Tod - fruchtlos blieben, sei die Gruppe Ende September an der Wohnung des Opfers aufgetaucht, habe Geldforderungen gestellt und ihr Opfer körperlich angegriffen. Dieser soll dabei Prellungen und Platzwunden im Gesicht erlitten haben. Womöglich aus Angst habe er letztlich eine Geldsumme von 220 Euro herausgegeben.

Bei dem Aufeinandertreffen in der Wohnung war dem Staatsanwalt zufolge auch die Freundin des Bewohners anwesend gewesen sein. Ob sie den Anschub gab, die Polizei einzuschalten, ist unklar - jedenfalls tat das zunehmend besorgte Opfer im Anschluss genau das. Zu seiner Identität liegen keine Informationen vor.

Angreifer vorbestraft

In der Konsequenz kam es am Dienstagmorgen zwischen 5.40 und 7.45 Uhr zum eingangs genannten Einsatz, zeitgleich und flankiert von drei Haftbefehlen gegen das Rocker-Trio. Ob es vor Ort Widerstandshandlungen oder besondere Funde gab, wurde zunächst nicht bekannt. Die Polizei ermittelt noch.

Das Hinzuziehen des Spezialeinsatzkommandos sei nötig gewesen mit Blick auf mögliche Waffengewalt: Der 27-jährige Haupttäter sei schon einmal nach Schüssen auf ein Fenster verurteilt worden, so Staatsanwalt Kruse. Die beiden Älteren seien der Polizei wegen diverse Betäubungsmitteldelikte bekannt.

Aktionen in diesen Straßen:

Die Durchsuchungen und Festnahmen passierten in den Wohnungen der Männer in der Südstraße, in der Alleestraße und in der Von-der-Marck-Straße. Sie werden nun zunächst dem zuständigen Richter vorgeführt und dann - wie es bei Mittätern üblich ist - in verschiedene Justizvollzugsanstalten (JVA) gebracht.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen sie nun wegen räuberischer Erpressung und gefährlicher Körperverletzung.

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