Ritterpassage und Quartier sollen „neue Marke“ in der City werden

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Die Ritterpassage und (aus dieser Ansicht) alles links davon soll komplett neu gestaltet werden.

Hamm - Lange war es ruhig, doch jetzt gehen die Pläne zur Umgestaltung der Ritterpassage in eine entscheidende Phase. Noch acht Wochen, dann soll der Öffentlichkeit auf der Expo Real in München erstmals eine konkretere Planung vorgestellt werden, welchen Charakter das neue Ritterquartier einmal haben wird.

Ziel ist es laut Eigentümer und Entwickler Fokus Development (Duisburg), mit dem Um- und Neubau 2019 zu beginnen und diesen im Herbst 2020 abzuschließen. Auf der Messe in München vom 8. bis 10. Oktober als internationaler Drehscheibe für Immobilien und Investitionen erfolgt wie angekündigt der gemeinsame Aufschlag von Fokus Development und Stadt, bei dem erstmals eine der aktuell größten städtebaulichen Herausforderungen in Hamm mit sichtbaren Inhalten gefüllt wird.

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Projektentwicklerin Anna Nelting von Fokus Development sprach mit unserer Zeitung über den aktuellen Stand der Planung und über die Bedeutung für die Hammer Innenstadt. „Wir wollen mit dem Ritterquartier eine neue Marke aufbauen“, sagt Nelting und spricht von einem„Leitmotiv“ für die Innenstadt, von „Leitlinien“, die es zu definieren gelte und neuen „Gebäudekanten“ in einem bisher sehr „ungefassten“ Areal.
Konkreter heißt das: Fokus Development, das seit Anfang Januar Eigentümer der Ritterpassage samt Nachbarflächen ist und an der Überplanung arbeitet, will einen Bereich attraktiv machen, der auf der Schnittstelle zwischen dem riesigen Riegel des Allee-Centers und einer eher kleinteiligen Innenstadt liegt. „Diese Vermittlung ist eine sehr große Herausforderung und eminent wichtig“, sagt Nelting, „ebenso wie das Zusammenspiel von öffentlichen Räumen“. 

Block nicht mehr Managerin 

Ohne – gemäß der Unternehmenspolitik von Fokus Development – zum jetzigen Zeitpunkt auf letzte Details oder schon auf potenzielle Ankermieter einzugehen, skizzierte die Projektentwicklerin folgenden Stand:

  • Monika Block, die am 1. September 2015 nach dem Scheitern ehemaliger Investoren eingesetzt worden war, ist seit dem 1. Juli nicht mehr Center-Managerin. Fokus Development hat diese Aufgabe und die Vermarktung des Objekts übernommen. Später soll wieder ein externes Management engagiert werden. 
  • Die Altimmobilie wird im Erdgeschoss in der Durchwegung „neu interpretiert“, insbesondere im Bereich der Rotunde. Es wird auch Veränderungen im Mieterbestand und neue Namen geben. Der Zuschnitt im Obergeschoss bleibt im Wesentlichen unverändert. 

Gastronomie als zentrales Element

  • Fokus Development wird die gesamte zusätzliche Fläche mit jetzigem Parkplatz, Schrottimmobilien und Brachfläche überbauen und zudem die Tiefgarage erweitern.
  • Zwischen Außen- und Innenraum soll es Sichtbezüge geben. 
  • Im Neubau wird im Erdgeschoss und ersten Stock Einzelhandel und Gastronomie angesiedelt. Einzelne Ladenlokale werden sich auch über beide Etagen erstrecken. Gastronomie ist ein zentrales Element, um Aufenthaltsqualität zu schaffen. 
  • Fokus Development strebt einen Mix aus großen und kleinen Anbietern an. Das Programm soll für sich stehen und vorhandene Angebote in der Innenstadt ergänzen.
  • In den weiteren Obergeschossen (voraussichtlich mit Staffelung), die aktuell noch in Abstimmung sind, ist Raum für Büros und Dienstleister. Auch ein Hotel ist eine Option. Die Flächen werden über einen Eingang Ecke Ritterstraße/Westenwall erreicht. 
  • Die Rödinghauser Straße wird aufgewertet und von der Weststraße aus eine „Einladung zum Abbiegen“ aussprechen. Es soll ein Sogeffekt in Richtung Passage entstehen. Nelting zeigte sich ausgesprochen zufrieden mit dem bisherigen Planungsverlauf.

    Die Zusammenarbeit mit der Stadt sei sehr gut. „Es gibt von beiden Seiten klare Zielvorstellungen und eine klare Kommunikation“, so die Projektentwicklerin.

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