Westfalia Rhynern

Richtfest für neues Vereinsheim mit Sport-Kita

Offizielle Gäste beim Richtfest des SV Westfalia Rhynern
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In luftiger Höhe: In Ermangelung eines Dachstuhls beim neuen Vereinsheim des SV Westfalia Rhynern wurde im Rahmen des Richtfestes der letzte Nagel in einen extra bereitgelegten Holzbalken geschlagen. Das Foto zeigt von links Stadtkämmerer Markus Kreuz, Oberbürgermeister Marc Herter, Markus Müller vom Bauunternehmen, den Westfalia-Vorsitzenden Dr. Arnulf Kleine und Architekt Walter Lütkhoff.

Es gab Sackgassen, Umwege, Hindernisse und auch den einen oder anderen Irrweg. So wie es normal ist bei einem großen Neubauprojekt. Doch jetzt hat der SV Westfalia Rhynern mit dem Richtfest des neuen Vereinsheims mit der integrierten Sport-Kita „Rabatz am Berg” einen vorentscheidenden und richtungweisenden Schritt geschafft.

Rhynern - „Der Rohbau wurde am 15. Juni abgenommen, jetzt das Richtfest – wir sind einfach tierisch stolz auf alles und können schon jetzt behaupten, dass das, was hier entsteht, richtig genial ist”, sagte der Westfalia-Vorsitzende Dr. Arnulf Kleine, während Hamms Oberbürgermeister Marc Herter im Rahmen der kleinen Feierstunde neben dem neuen Vereinsheim am Tünner Berg betonte: „Es waren der Mut, die Initiative und die Kraft des Vereins zusammen mit der Stadt, die diesen Bau ermöglichlicht haben. Die Stadt steht an der Seite der Sportvereine, bei den großen genauso wie bei den kleinen.”

Vor zehn Jahren hatte Kleine mit Stadtkämmerer Markus Kreuz erstmals zusammen gesessen und sich über einen Umzug vom Standort am Papenloh ausgetauscht. 2014 hatte diese Idee Fahrt aufgenommen, denn nach Gesprächen mit dem Stadtplanungsamt war klar, dass die Aufgabe des alten Vereinsgeländes mitten in einem Wohngebiet unausweichlich ist. Zwei Jahre später machte auch eine Machbarkeitsstudie deutlich, dass der Standort am Papenloh aufzugeben ist und dass eine neue Gesamtsportanlage realisiert werden soll. Im Haushaltsplan 2017-19 wurden die Mittel für den Stadionneubau vorgesehen und 2018 vom Haupt- und Finanzausschuss beschlossen. 2019 nahmen die Verantwortlichen die Idee auf, die bestehende Planung um eine Sport-Kindertagesstätte zu erweitern.

Kita-Bezug für 1. Dezember geplant

Im September 2020 wurde schließlich mit einer einjährigen Verzögerung mit dem Bau hinter den bereits bestehenden Trainingsplätzen begonnen. „Jetzt sind wir guten Mutes, dass die Kita am 1. Dezember 2021 bezogen werden kann. Das ist zwar ein sportliches Ziel. Aber wir sind frohen Mutes, dass wir das schaffen werden“, sagte Kleine.

Sollte sich der Einzug verzögern, kann die Sport-Kita auch länger als nur vom 1. August bis zum 30. November in der Übergangslösung im Glunz-Dorf unterkommen. „Wir werden da niemanden rausschmeißen“, stellte Herter klar und lobte in seiner kleinen Rede seinen neben ihm stehenden Vorgänger Thomas Hunsteger-Petermann. „Thomas, es war die richtige Entscheidung von euch, eine Kita hier mit reinzunehmen und alles in einem Guss zu haben, auch wenn es am Ende ein paar Euro teurer wird. Wir bekommen das alles in den Griff, dass das alles ordentlich umgesetzt wird“, stellte Hamms Oberbürgermeister fest und machte nachdrücklich auf die Wichtigkeit der frühkindlichen Entwicklung aufmerksam.

Neben dem anfänglichen Gesamtbudget von 2,817 Millionen Euro für den Neubau des Stadions und des Vereinsheims, von dem der Verein 700.000 Euro durch Eigenmittel beisteuert und der Rest von der Stadt übernommen wird, stellt der SV Westfalia Rhynern auch die Kita-Finanzierung in Höhe von 1,8 bis 2 Millionen Euro mit einer Laufzeit über 30 Jahre sicher.

Zuversichtlicher Blick in die Zukunft

„Nach Fertigstellung der Gesamtanlage können wir sicherlich stolz sein und als Verein zuversichtlich in die Zukunft blicken“, freute sich Kleine aber nicht nur darauf, dass demnächst die Kita-Kinder für eine Menge Leben auf der Anlage sorgen werden, sondern auch darauf, dass auf dem neuen Platz demnächst der Ball beim Fußball-Oberligisten rollen wird. Dies soll aber erst zum Beginn der Saison 2022/23 erfolgen, also in gut einem Jahr. „Die Drainage ist bereits gelegt, jetzt kommt der Boden drauf, dann wird eingesät. Das muss sich alles setzen und anwachsen. Wir planen aber jetzt schon ein schönes Eröffnungsspiel“, so Kleine.

Auch Andreas Obering freut sich bereits auf diesen Tag. „Westfalia Rhynern ist im Stadtteil der Leuchtturmverein. Mit der Verlegung des Platzes und mit dem Bau des Vereinsheims ist die Basis für die 4. Liga gelegt“, erklärte Rhynerns Bezirksbürgermeister und war sich genauso wie alle anderen Beteiligten sicher, dass es nun keine Umwege oder Sackgassen mehr geben wird, sondern dass der SV Westfalia mit viel Tempo auf die Zielgerade der Fertigstellung eingebogen ist.

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