Überwiegend Wut, Unverständnis, Resignation....

WA-Leser aufgebracht über Sparkassen-Pläne für Rhynern

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Vorbild für den Neubau in Rhynern: das Sparkassen-Gebäude in Werries.

Rhynern - Wut, Unverständnis, Resignation. Die Reaktionen der Bürger auf die Sparkassen-Planungen im Stadtbezirk Rhynern sind zum größten Teil negativ. Besonders in Westtünnen sind die Anwohner zum Teil sehr aufgebracht.

Der WA hatte über verschiedene Kanäle (Telefon, E-Mail, Facebook und Kommentarfunktionen auf WA.de) um die Meinung seiner Leser gebeten. Jubel über den modernen Neubau kam dabei gar nicht auf. Sogar das Gegenteil war der Fall: Ein Leser wies darauf hin, dass der so gelobte Neubau in Werries, der als Vorbild für die neue Geschäftsstelle am Kreisverkehr im so genannten „Dreiländereck“ von Berge, Rhynern und Westtünnen dienen soll, gar nicht so toll sei.

Sparkasse baut neue Geschäftsstelle in Rhynern

Als Beispiel für seine Kritik nannte er die viel zu schmalen Parkplätze. Daran sollte man beim Neubau in Rhynern in jedem Fall denken, gab der Leser einen Tipp. Auch optisch sei das Gebäude in Werries kein gutes Vorbild. Dazu Leser Kai Hartel: „Dort ist ein Betonwürfel mit Alibiglaselementen, der von einer riesigen mit Betonpflaster versiegelten Fläche umgeben ist. Von Architekten und Verwaltung wird uns so etwas wahrscheinlich noch als städtebaulich wertvoll verkauft.“

Zwischen der Werler Straße (unten) und der Konrad-Adenauer-Realschule (links) liegt die freie Fläche, auf der die Sparkasse ihre neue Filiale bauen will.

Der Komfort besteht für die Sparkassen-Kunden aber offenbar ohnehin vielmehr in der Nähe des Beratungszentrums. Und diesbezüglich werde sich die Situation für die Bürger Rhynerns und Westtünnen verschlechtern.

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Und dabei scheint es egal zu sein, ob die Busverbindung ins „Dreiländereck“ gut oder schlecht ist. Während die Westtünner darüber klagen, dass es ja gar keine direkte Busverbindung gebe, heißt es aus Rhynern: „Da können dann Leute ohne Auto nicht mehr einfach zu Fuß zur Bank, sondern müssen dazu extra mit dem Bus fahren. Ein SB-Terminal ist da meines Erachtens keine Lösung. Ich kenne genug, die damit überfordert sind im Alter“, schreibt Vera Velmerig auf Facebook.

Die Skizze zeigt die aktuelle Planung für den neuen Standort in Rhynern. (Bitte rechts oben in das Bild klicken, um das komplette Motiv zu betrachten.)

Positive Reaktionen aus Berge

Aus Berge kommen dagegen positive Reaktionen. „Endlich nicht mehr nach Rhynern oder zur Liebfrauenkirche fahren und dort keinen freien Parkplatz finden. Fehlt noch eine Post im Dreiländerdreieck, dann löst sich langsam auch das Rhyneraner Verkehrs- und Parkraum-Problem. Angenehm auch für Pendler, mal eben auf der Heimfahrt bei der Sparkasse vorbei – oder demnächst vielleicht das DHL-Paket abholen, ohne Rhynern zu verstopfen“, findet Dietmar Zeller.

Dass all der Ärger und die Unmutsäußerungen ohnehin nichts mehr bringen, da die Entscheidung nun einmal getroffen worden ist, kommt auch zum Ausdruck. In eine Westtünner Facebook-Diskussion schaltete sich Markus Pomberg ein: „Was diskutiert ihr eigentlich hier. Das kommt wie bei der Volksbank. Da hat sich jeder aufgeregt. Und was ist passiert? Laden zu und irgendwo ein Automat.“

 

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