Verkauf der Von-Thünen-Halle vertagt

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Der Schützenverein Westtünnen hat die Verkaufspläne für die Von-Thünen-Halle um ein Jahr verschoben.

Westtünnen - Die Von-Thünen-Halle bleibt den Westtünner Vereinen als Veranstaltungsort erhalten – zumindest einmal bis Ende 2019.

Diese Entscheidung hat der Vorstand des Schützenvereins nun getroffen, nachdem die Verhandlungen mit dem Kaufinteressenten, dem Hammer Sportclub, noch nicht zum Abschluss gekommen sind. „Wir müssen für die nächsten Monate Klarheit haben, daher vertagen wir das Thema zunächst um ein Jahr“, erklärte Schützenchef Rene Kiese im WA-Gespräch. 

Zum einen habe er mit seinem Vorstand derzeit alle Hände voll zu tun, um das anstehende Jubiläum zum 125. Geburtstag des Schützenvereins vorzubereiten. Zum anderen sei es bereits jetzt notwendig, Vermietungen für das nächste Jahr entgegenzunehmen, um die notwendigen Einnahmen auch im kommenden Jahr zu erzielen.

Bei den Westtünner Vereinen, die für ihre Veranstaltungen die Schützenhalle anmieten, kam diese Nachricht sehr gut an. Kiese hatte die Neuigkeiten während der Jahreshauptversammlung des Fördervereins Interessengemeinschaft Westtünner Vereine kundgetan. Dem ein oder anderen Vertreter fiel dabei ein Stein vom Herzen. Die Börsen des Vogelschutz- und -liebhabervereins können terminiert werden. Auch das Karnevalsfest der Kolpingsfamilie ist zumindest für 2019 gesichert. Auch die Schlagerfans dürfen sich freuen, da so eine weitere Auflage der beliebten Partynacht in der Von-Thünen-Halle möglich ist. „Wir haben schon erste Überlegungen gemacht, wen wir hierfür verpflichten können“, so Kiese. 

Die Verkaufsabsichten der Halle sind für den Schützenverein damit aber noch nicht vom Tisch. „Wir wollen das in Ruhe neu überdenken und mit dem HSC ohne Zeitdruck erneut ins Gespräch kommen“, hofft Kiese auf eine spätere Einigung. Der Schützenverein hatte die Halle eigentlich zum Jahresende abgeben wollen, da sie dann – abgesehen von einer späteren Investition – vollständig bezahlt ist. Damit die laufenden Kosten der Halle ausgeglichen werden können, ist der Schützenverein auf eine Vielzahl von Vermietungen im Jahr angewiesen. Das kostet Zeit und Mühe. „Wir sind schon fast mehr eine Eventagentur als ein Schützenverein“, hatte Kiese während der Jahreshauptversammlung im Herbst 2017 erklärt. Daher will sich der Schützenverein am liebsten durch den Verkauf der Halle und den Neubau eines Schützenheims kleiner setzen. Einziger Interessent für die Von-Thünen-Halle ist der HSC, der die Halle sportlich nutzen möchte. Für Partys und andere Veranstaltungen käme sie dann nicht mehr in Frage. Gutachter ermittelten allerdings einen Wert von mehr als 300 000 Euro, was dem Hammer SC derzeit zuviel Geld ist. 

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